Greenpeace Bad Kreuznach

Archiv ab 2020

Hier findet ihr alle unsere Aktionen ab 2020

Klimaaktionstag 2022

Greenpeace Bad Kreuznach beteiligte sich am 7. Mai 2022 am Bad Kreuznacher Klimaaktionstag.

Dieser fand unter dem Motto „Inklusiv und zukunftsgerecht für alle“ auf dem hiesigen Kornmarkt statt.

Es gab von 11-17 Uhr ein buntes Programm von Bühnenbeiträgen, Musik, Workshops, Ständen und Speiseangeboten.

Neben wissenschaftlichen Vorträgen zum Thema Klima war ein besonderer Fokus auf notwendige Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Dabei besonders im Blick hatten die Veranstaltenden vulnerable Personengruppen wie Ältere oder Menschen mit Behinderung, die die Klimaveränderungen stärker zu spüren bekommen, auch weil sie höhere Barrieren haben, sich den verändernden Bedingungen (z.B. Hitze in der Stadt) anpassen zu können.
Auch im Jahre 2022 gibt es noch viel zu viele Barrieren, als dass alle Menschen teilhaben und teil geben könnten. Noch viel zu oft werden gerade diese vulnerablen Personengruppen vergessen.

Am Greenpeace Stand konnten sich die Gäste hierüber hinaus über die vielfältige Arbeit der Ortsgruppe informieren.



Gedenken an Tschernobylkatastrophe

Im Jahr des 36. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl will die EU Atomkraft als umweltfeindlich und nachhaltig einstufen.

Daher beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach am 26. April 2022, dem Jahrestag des Super-Gau’s von Tschernobyl, an weltweit stattfindenden Aktionen.

In prominenter Lage, auf dem Kornmarkt vor den Originalenbrunnen, wurde mit Bannern protestiert.

Sollte die EU tatsächlich Atomkraftwerke als „grüne“ Anlagen und förderungswürdig einstufen, also attraktiv für Finanzinvestoren, machen, wäre das ein großer Rückschlag für die mühsam errungene Energiewende in Deutschland und böte fatalen Rückenwind für die Herstellung von Atomwaffen weltweit.

Die Atomkatastrophe vom 26. April 1986 begann mit einem Test in Block 4 des AKW Tschernobyl in der damaligen ukrainischen Teilrepublik der Sowjetunion – und endete mit einer Explosion: Ergebnis einer unheilvollen Kombination aus menschlichem Versagen und technischen Mängeln.

An dem in der Nacht für Wartungsarbeiten heruntergefahrenen Block 4 des AKWs sollte ein Sicherheitstest durchgeführt werden, um zu überprüfen, ob die Turbinen bei einem Stromausfall im Kraftwerk noch genug Energie für eine vorübergehende Notkühlung des Reaktors erzeugen würden. Durch eine plötzliche Anordnung sollte der Test verschoben werden, der Reaktor lief mit zu niedriger Leistung und wurde instabil. Mehrere Dinge liefen schief. Die Leistung wurde wieder angehoben, das Kühlwasser verdunstete, eine Kettenreaktion war nicht mehr zu stoppen. Der Reaktor explodierte, die rund 1.000 Tonnen schwere Stahlbetonabdeckung des Reaktors wurde buchstäblich weggeblasen. Zehn Tage lang brannte der Block.

Die Explosion schleuderte Radioaktivität in die Atmosphäre, die ganze Region wurde verseucht. 150.000 Quadratkilometer Land – eine Fläche größer als Griechenland – sind so stark verstrahlt, dass rund 350.000 Menschen umgesiedelt wurden oder flüchteten. Insgesamt waren und sind über acht Millionen Menschen in der Ukraine, Belarus und in Russland stark betroffen.

Wir können nur hoffen, dass sich die EU besinnt und diese gefährliche und umweltfeindliche Technologie nicht als GRÜN einstuft und dem Beispiel Deutschlands, Österreichs und weiteren Ländern folgt und diese in Zukunft verbietet.



Friedensdemo in Bad Kreuznach

 Am Mittwoch, den 30. März 2022 wurde in Bad Kreuznach durch das Netzwerk am Turm eine Friedenskundgebung abgehalten. Zu den Rednern gehörten die Theologin Margot Käßmann, Ulrich Suppus von der Friedensinitiative Rhein-Hunsrück sowie Lars Medinger von Greenpeace Bad Kreuznach. Alle Redner verurteilten den Krieg in der Ukraine und haben sich für Abrüstung und Frieden ausgesprochen. Darüber hinaus hat Lars Medinger das Greenpeace Friedensmanifest vorgestellt (https://act.greenpeace.de/friedensmanifest).

Weggeworfene Zigarettenkippen

Greenpeace Bad Kreuznach hat am Samstag, den 26.03.2022 von 12 bis 15 Uhr in der Fußgängerzone Bad Kreuznach über die Umweltauswirkungen von Zigarettenstummeln informiert. 
Diese verweilen, einmal achtlos weggeworfen, bis zu 400 Jahre in der Natur und stellen eine Gefahr für Tiere, Böden und Gewässer dar. So verseuchen die Giftstoffe in einer einzigen Kippe beispielsweise über 60 Liter Wasser. In den Zigarettenstummeln befindet sich der Kunststoff Celluloseacetat. Dieser wird von Tieren oft mit Nahrung verwechselt und benötigt Jahrzehnte bis er zersetzt ist.
 
Die Greenpeace Gruppe hat 60 Liter Wasser aufgestellt um damit die Wasserverschmutzung greifbar gemacht. Dazu wurde ein großes Plakat aufgestellt mit dem Titel "1 Kippe verseucht 60 Liter Wasser". Vielen Passanten war dies nicht klar, so dass es zu zahlreichen aufklärenden Gesprächen kam. Auch konnten einige Raucher davon argumentativ abgehalten werden ihre Zigaretten in den Gulli zu schmeißen.
 
Dazu meint Lars Medinger von der Greenpeace Gruppe: "Die Giftstoffe in Zigarettenkippen, die in Straßenabläufe geschmissen werden können nur sehr schwer in Kläranlagen rausgefiltert werden, so entstehen hohe Kosten und es wird unnötig Energie verbraucht".

Letztlich ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig. Noch immer finden sich zahlreiche Zigarettenkippen in der Natur und das Wegwerfen wird als Kavaliersdelikt behandelt obwohl die Umweltauswirkungen gravierend sind.

Klimastreik

Am 26.03.2022 hat Greenpeace Bad Kreuznach beim weltweiten Klimastreik von Fridays for Future in Idar-Oberstein teilgenommen. Es wurde friedlich für mehr Klimaschutz und für den Frieden demonstriert.

Der Demonstrationszug begann um 18:30 Uhr auf dem Platz an der Idar. Von dort aus sind die Demonstrationsteilnehmer mit lauten und bunten Protest durch die Innenstadt gezogen. Anschließend gab es eine Kundgebung.

Es wurde herausgestellt, dass der russische Angriffskrieg in der Ukraine einmal mehr zeigt, dass sich Deutschland nicht nur umweltpolitisch, sondern auch friedenspolitisch unabhängig von fossilen Energieträgern machen muss. Es ist ein Drama, dass Deutschland mit Gasimporten den russischen Krieg mitfinanziert.  


Atomkraft kann nicht grün sein

Die EU will Atomkraft als umweltfeindlich und nachhaltig einstufen.

Daher beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach am 11. März 2022, dem 11. Jahrestag des Super-Gau’s von Fukushima, an weltweit stattfindenden Aktionen.

In prominenter Lage, auf der Nahebrücke vor den Brückenhäusern, wurde daher mit Bannern protestiert und Passanten informiert.

Sollte die EU tatsächlich Atomkraftwerke als „grüne“ Anlagen und förderungswürdig einstufen, also attraktiv für Finanzinvestoren, machen, wäre das ein großer Rückschlag für die mühsam errungene Energiewende in Deutschland und böte fatalen Rückenwind für die Herstellung von Atomwaffen weltweit.

Rückblickend ging der 11. März 2011 als einer der schlimmsten Schicksalstage Japans in die Geschichte ein. Eine Dreifach-Katastrophe suchte das hochtechnisierte Industrieland heim: Ein Erdbeben in bisher nie dagewesener Stärke 9,0, ein gewaltiger Tsunami und – dadurch ausgelöst – ein atomarer Unfall im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi waren die fatalen Folgen.

Der Betreiber des Atomkraftwerks, die Tokyo Electric Power Company, hat in den vergangenen Jahren zehntausende Arbeiter eingesetzt, um die Lage in Fukushima unter Kontrolle zu bringen und die Region von der radioaktiven Kontamination zu säubern – mit mäßigem Erfolg. Auf angeblich dekontaminierten Feldern fand Greenpeace Werte von mehr als zehn Millisievert pro Jahr, ein Zehnfaches des international zulässigen Grenzwertes. Zum Vergleich: Fünf Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl im April 1986 wurden dort im Umkreis von 30 Kilometern Werte von nur fünf Millisievert gemessen – und dieses Gebiet ist bis heute gesperrt.


Wir können nur hoffen, dass sich die EU besinnt und diese gefährliche und umweltfeindliche Technologie nicht als GRÜN einstuft und dem Beispiel Deutschlands, Österreichs und weiteren Ländern folgt und diese in Zukunft verbietet.


Zigarettenkippen auf dem Boden

Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach informierten am Sa. 29.01.2022 auf der Nahebrücke, vor den Brückenhäusern, über die (Umwelt-)Gefahren von Zigarettenstummel auf dem Boden.

Eine Zigarette ist in 5 Minuten geraucht und wird dann oftmals achtlos auf die Straße oder in den Gully geworfen. Kaum jemand denkt dabei an seine Mitwelt. Zigarettenstummel sehen nicht nur häßlich aus und stinken, sie belasten vor allen Dingen die Natur.

Kippen verweilen in der Natur bis zu

400 Jahre.

Dabei verseucht eine Kippe etwa 60 Liter Wasser.

Um diese Menge zu verdeutlichen wurden 60 Liter in Getränkeflaschen vor Ort präsentiert.

So dauert es viele Jahre, bis eine Zigarette verrottet ist. In der Zwischenzeit gelangen die Giftstoffe in den Boden und ins Grundwasser. Tiere halten die Stummel für Nahrung und können daran verenden. In den Sommermonaten können Waldbrände entstehen.

Über das Grundwasser gelangen die Gifte in Seen, in Flüsse und Meere. Für Wasserlebewesen sind die Auswirkungen gravierend: Sie reichen von Genmutationen über Verhaltensänderungen bis hin zum Tod. Durch die Fische gelangen manche Giftstoffe in die Nahrungskette und damit wieder zum Menschen.

Neben den Giftstoffen stellt die Zusammensetzung der Zigarettenfilter ein erhebliches Problem dar. Diese bestehen aus dem Kunststoff Celluloseacetat. Die Zersetzung dieses Stoffs dauert in Süßwasser Jahrzehnte, in Salzwasser sogar bis zu mehreren hundert Jahren.

Darüber hinaus kann es passieren, dass Lebewesen im Wasser kleine Partikel eines Filters für Nahrung halten. Dies kann mitunter zu Verstopfungen mit Todesfolge oder zum Verhungern durch einen vermeintlich gefüllten Magen führen.


Weltweiter Klimastreik

Am 24.09.2021 hat Greenpeace Bad Kreuznach beim weltweiten Klimastreik von Fridays for Future teilgenommen. Über 500 Demonstranten haben friedlich für Klimaschutz demonstriert. Das 1,5 °C Ziel von Paris ist mit den jetzigen Bemühungen der Bundesregierung nicht einzuhalten. Es müssen dringend weitreichende Klimaschutzkonzepte erarbeitet werden, hierzu gehören insb. eine dringend benötigte Verkehrswende weg vom Individualverkehr, hin zu mehr Öffentlichen Verkehrsmitteln und eine Energiewende weg von Kohle, Gas und Öl hin zu Erneuerbaren Energien.

Die Demonstration ist um 13:15 am Bahnhof gestartet und führte über die Salinenstraße zur Pauluskirche. An der Pauluskirche fand die Schlusskundgebung statt, bei der Lars Medinger von Greenpeace Bad Kreuznach eine Rede halten konnte. Zusätzlich konnte Greenpeace Bad Kreuznach bei einem Infostand mit den weiteren Demonstranten ins Gespräch kommen.


Merz - Demo in Kirn

Am 23.09.2021 um 19:00 Uhr hat Julia Klöckner, den CDU-Politiker Friedrich Merz nach Kirn eingeladen. Friedrich Merz war zuvor mit Aussagen gegen Umweltverbände im allgemeinen und Greenpeace im speziellen aufgefallen. Unter anderem sagte er, dass Greenpeace und Nabu Vorfeldorganisationen der Grünen seien und dass Greenpeace und Nabu gegen Demokratische Prozesse in den Parlamenten und gegen die soziale Marktwirtschaft seine. Diese falschen Aussagen weist Greenpeace Bad Kreuznach entschieden zurück.

Zusammen mit der Klimagemeinschaft Bad Kreuznach und Fridays for Future Idar-Oberstein hat Greenpeace Bad Kreuznach den Besuch von Friedrich Merz zum Anlass genommen in Kirn friedlich gegen die Klimafeindliche Politik der CDU zu demonstrieren und ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen.

Eltern wählen für ihre Kinder

In der Woche vor der Bundestagswahl beteiligt sich Greenpeace Bad Kreuznach an einer bundesweiten Aktion, welche den Menschen die Bedeutung dieser Wahl verdeutlichen soll.

Daher wurde mit umweltfreundlicher Kreide der Spruch: „ Eltern wählen für ihre Kinder“ auf Strassen und Plätze angebracht.


Denn die nächste Bundesregierung wird die letzte sein, die noch entscheidende Weichen im Kampf gegen die Klimakrise stellen kann. Für die jüngere Generation ist das gleichbedeutend mit der Frage, ob sie ein Leben in Sicherheit und Freiheit führen kann. Dass die bisherige bundesdeutsche Politik dafür nicht ausreichend Sorge trug, hat die aufsehenerregende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bestätigt. Das Klimaschutzgesetz wurde nachgebessert, ist aber noch immer nicht ausreichend, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise noch zu verhindern. Das Analyseprojekt Climate Action Tracker (CAT) stellt Deutschland in seinem neuesten weltweiten Ranking zur Einhaltung der Klimaziele sogar das Zertifikat “ungenügend” aus. Wir brauchen mehr, und wir brauchen es jetzt.


Fahrradaktion zur
Bundestagswahl

Seit dem 19.09.2021 beteiligt sich Greenpeace Bad Kreuznach an einer bundesweiten Fahrradaktion, welche sich der anstehenden Bundestagswahl widmet.

Die nächste Bundesregierung hat die Chance sich für die Rettung des Klimas einzusetzen. Deshalb ist es so wichtig, dass alle Menschen von ihrem Recht gebrauch machen und zur Wahl gehen, denn die nächste Bundesregierung muss innerhalb der ersten Wochen im Amt, ein ambitioniertes Klimaschutz-Sofortprogramm beschließen. Es reicht nicht, sich mit Zielen in weiter Ferne zu beschäftigen, der CO2-Ausstoß muss jetzt schnell sinken, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise noch abzuwenden. Außerdem muss die nächste Bundesregierung die wirklich wirksamen Hebel beim Klimaschutz umlegen. Dazu gehört ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien, damit sie im Jahr 2035 den Strombedarf vollständig decken können. Wohlgemerkt nicht den heutige Strombedarf, sondern jenen in 2035 – klimafreundliche Umstellungen in der Industrie ebenso wie im Verkehr werden ihn stark steigen lassen.


Parkingday 2021

Am 18. September 2021 beteiligte sich Greenpeace Bad Kreuznach am jährlichen lokalen Parking Day.

Dieses Mal wurde die Mühlenstraße für den Verkehr gesperrt und in einen vielseitigen Treffpunkt für Jung und Alt umgestaltet.

Auf der Straße, die sonst für den Straßenverkehr vorbehalten ist, entstand eine lebendige Straßenmeile.

Auf mehreren Aktionsflächen erwarteten die Besucher neben Mitmach-Angeboten auch selbstgemachte Waffeln und jede Menge anderer Spiele, aber auch Informationen über die Arbeit von Greenpeace und den anderen beteiligten Vereinigungen.

Greenpeace fordert, dass die Mühlenstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt wird und so wieder für die Menschen und nicht für die Autos zur Verfügung steht.

Verkehrsvermeidung muss daher das oberste Ziel sein!


Nahe Clean Up

Am 11.09.2021 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach  zusammen mit der Klimagemeinschaft beim Nahe Clean Up. Das Salinental ist nun ein gutes Stückchen sauberer. Wir hoffen, dass mehr darauf geachtet wird, Müll nicht achtlos in die Gegend zu werfen. Mikroplastik und Giftstoffe gelangen sonst in die Gewässer und werden zu einer Gefahr für Tiere und Menschen.

Ehrenamtstag

Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach waren am landesweiten Ehrenamtstag am 29.08.2021 am Stand der Klimagemeinschaft aktiv.

Dieser fand auf Einladung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer statt. Er ist die jährliche zentrale Veranstaltung, um den 1,7 Millionen ehrenamtlich Engagierten in Rheinland-Pfalz Danke zu sagen.

Gemeinsam mit weiteren 60 Organisationen wurde auf dem „Marktplatz Ehrenamt“ rund um den Mühlenteich über unsere Arbeit vor Ort, informiert.

Auch Ministerpräsidentin Dreyer und Umweltministerin Spiegel nahmen dieses Angebot sehr gerne an.


Proteste bei Edeka bleiben

Am 21. August 2021 protestierten erneut Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach beim lokalen Edeka Supermarkt, denn Edeka hat immer noch nicht auf Forderungen reagiert, einen Aktionsplan vorzulegen, wie und bis wann sie aus den besonders schlimmen Haltungsformen 1 und 2 aussteigen wollen.

Deshalb bleibt Greenpeace daran.

Denn alle anderen großen Ketten haben bereits ein Ausstiegsszenario vorgelegt.


Unglaublich, aber wahr, als größte Handelskette Deutschlands will Edeka sogar als einzige der großen Supermarktketten immer noch Fleisch der Haltungsform 1 verkaufen. Das ist Fleisch mit den niedrigsten Standards, die nachweislich gegen das Tierschutzgesetz verstossen.


Laschet in Bad Kreuznach

Am 13. August 2021 beteiligte sich Greenpeace Bad Kreuznach an einer Demo von FFF.

Kanzlerkandidat Laschet besuchte unsere Kurstadt.

Nach seinen eigenen Aussagen möchte er, im Bund so regieren

wie er zurzeit Nordrhein-

Westfalen regiert.

Nach 4 Jahren schwarz-gelber Regierung ist die dortige Bilanz jedoch vernichtend. In NRW wurde

allein im letzten Jahr ein neues Kohlekraftwerk ans Netz angeschlossen, der Windkraftausbau zum Erliegen gebracht und ganze Dörfer dem zerstörerischen Kohleabbau geopfert.

Gehen Sie zur Bundestagswahl, wählen Sie für Ihre Kinder.


Zukunftsdialog

Im Jahr der Bundestagswahl boten Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach, am 10. August 2021, verschiedenen Generationen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch über unsere Zukunft zu kommen. Durch einen großen Regenbogen konnten die Menschen vor den Brückenhäusern eine chillige Kaffeehauslandschaft betreten. Mit Hilfe eines Dialog-Kartenspiels konnten sie untereinander ins Gespräch kommen: die Mutter mit ihrer Tochter, Großeltern und Enkel - aber auch Pärchen, Freunde oder sich noch Unbekannte. Das Ziel war: durch Fragen und Zuhören herauszufinden, welche Zukunftsvisionen wir teilen - zum Beispiel mit Blick auf den Klimaschutz.

Viele nutzten die Möglichkeit ihren persönlichen Wunsch an den Regenbogen zu tackern und somit auf seine deutschlandweite Tournee zu schicken.



Tierleid bei Edeka

Am 31.Juli 2021 haben Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach vor dem Edeka in Bingen für bessere Tierhaltung demonstriert. Denn nach der großen Ankündigung von Aldi, bis 2030 aus den Haltungsformen 1 und 2 auszusteigen, hat sich bei Edeka noch nichts getan. Außer allgemeinen Äußerungen, liegt kein konkreter Zeitplan vor! 

Als größte Handelskette Deutschlands will Edeka als einzige der großen Supermarktketten immer noch Fleisch der Haltungsform 1 verkaufen. Das ist Fleisch mit den niedrigsten Standards, die nachweislich gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Das bricht uns das Herz ! Mit großem Plakat mit den Hinweisen auf Artensterben, Tierleid, Waldrodung und auch schlechte Löhne machten die Mitglieder von Greenpeace auf diesen Missstand aufmerksam.

Die Filialleitung hat verständnisvoll reagiert, hat aber auf die „Großen“ in der Geschäftsführung und auf die Kunden selbst verwiesen.


VW - kein Klimaretter

Am 5. Juni 2021 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach an einer bundesweiten Aktion und protestieren dabei sowohl bei VW in Bingen als auch in Bad Kreuznach für mehr Klimaschutz und einen schnellen Verbrenner-Ausstieg bei Volkswagen.

In einem offenen Brief fordern die Greenpeace-Aktiven VW-Chef Herbert Diess auf, die Entwicklung einer nächsten Verbrenner-Generation zu stoppen. VWs Verkaufszahlen bringen die Scheinheiligkeit des Konzerns auf den Punkt. Ein paar Elektroautos können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Volkswagen rücksichtslos weiter Verbrenner entwickelt und noch Jahrzehnte verkaufen will. VW ist allein durch seine produzierten Autos für über ein Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich. Aktuell will der Konzern Milliarden in die Entwicklung einer neuen Plattform investieren, auf der noch millionenfach neue Diesel und Benziner bis mindestens 2040 verkauft werden sollen.

2020 waren über 95 Prozent der verkauften VW-Autos klimaschädliche Verbrenner

Volkswagen vertreibt seine Hausmarke maßgeblich über den stationären Handel. Hier entscheidet sich der klimafreundliche Umstieg auf Elektroautos: Die Beratung der Händler:innen beeinflusst entscheidend, welcher Antriebstechnologie Kund:innen vertrauen. Testgespräche von Greenpeace-Aktiven vor einigen Monaten (https://act.gp/37nd24w) zeigten, dass die Verkehrswende in den allermeisten VW-Autohäusern noch nicht angekommen ist: Das Verkaufspersonal riet mehrheitlich zum Kauf eines Verbrenners, einige warnten sogar ausdrücklich vor dem Kauf eines elektrischen ID.3. Unterschiedliche Provisionssysteme sorgen zudem dafür, dass Verbrenner-Verkäufe für VW-Autohäuser lukrativer sind als Verkäufe von Elektroautos. So treibt der Konzern mit seinem Verbrenner-Altgeschäft die Klimakrise voran: Von weltweit rund neun Millionen verkauften Autos im Jahr 2020 verbrennen bislang noch immer über 95 Prozent Öl.

Zwei gewonnene Klimaschutz-Klagen geben den Umweltaktivist:innen Rückenwind: Nach dem jüngsten Urteil des Karlsruher Bundesverfassungsgerichts haben künftige Generationen ein Grundrecht auf wirksamen Klimaschutz. Zudem wurde der Ölkonzern Shell vergangene Woche von einem Gericht in Den Haag zu mehr Klimaschutz verpflichtet. Die Argumentation des Gerichts betrifft auch andere fossile Unternehmen wie Volkswagen: Die von VW in einem einzigen Jahr produzierten Autos verursachen über ihre Lebensdauer 582 Millionen Tonnen CO2. Das übersteigt die jährlichen Treibhausgas-Emissionen Australiens.


Tierleidgarantie

Auch Greenpeace Bad Kreuznach beteiligte sich am 20. Mai 2021 an einer bundesweiten Aktion bei Edeka, bei der Fahrräder mit „Werbung“ vor den Läden platziert wurden, denn Edeka wirbt gerne mit seiner Liebe für Lebensmittel. Doch in Wahrheit verkauft die Supermarktkette Fleisch, das auf Kosten von Mensch, Tier und Klima erzeugt wurde. Während andere Supermarktketten angekündigt haben, zukünftig bei den Eigenmarken kein Frischfleisch mehr aus der tierschutzwidrigen und klimaschädlichen Haltungsform 1 anbieten zu wollen, will Edeka darauf nicht verzichten.

Weicht die Edeka-Gruppe nicht von ihrer Haltung ab, wird sie in Zukunft als einzige große Supermarktkette etwas ganz Besonderes bieten: Dort erhalten Sie im Sortiment noch garantiert Fleisch, für das die Tiere am schlechtesten gehalten und Klimaschutz und Artenvielfalt am stärksten missachtet wurden.


Tag der Befreiung

Am 8. Mai ist ein wichtiger Jahrestag in den Kalendern - der Tag der Befreiung.

Aus diesem Anlass haben Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach, für die Passanten der Uferpromenade in Bingen, eine Friedenstaube aus (wasserlöslicher, umweltfreundlicher) Kreide angebracht.

Denn vor 76 Jahre ging eines der grausamsten Kapitel der Menschheitsgeschichte zu Ende: der Zweite Weltkrieg. Für die Einstellung aller Kampfhandlungen in Europa wurde damals der 8. Mai, 23:01 Uhr festgelegt. In Asien dauerte der brutale Krieg noch bis zum 2. September 1945 und für viele Menschen in Europa und der Welt war damit Gewalt und Vertreibung leider noch lange nicht vorbei.  Der 8. Mai ist jedoch seither in vielen Teilen Europas ein Gedenktag für die Opfer dieses Krieges. Ein Tag, an dem wir alle aufgerufen sind, uns daran zu erinnern, was Frieden bedeutet und was nie wieder Realität werden darf.


Fahrraddemo

Unter dem Motto AlleFür1Komma5 hat Fridays for Future weltweit am 19.03.2021 zu Klimaprotesten aufgerufen. Auch in Bad Kreuznach fand der Protest in Form einer Fahrrad-Demo statt. Unter den rund 100 Teilnehmern der Demo mit dabei Greenpeace Bad Kreuznach. Denn nur mit einer konsequenten Klimapolitik ist das 1,5 Grad-Ziel noch zu erreichen und dafür sind gemeinsame Proteste notwendig.

Protestaktion vor Supermärkten

In der Woche ab 8. März 2021 beteiligte sich Greenpeace Bad Kreuznach an einer bundesweiten Aktion vor Supermärkten. Dabei wurden Coronakonform Protestplakate auf Fahrrädern vor den Supermärkten platziert und die Vorbeikommenden informiert.

Es ging um folgendes:

Die großen Supermärkte bewerben Fleisch, als wäre es ein ganz normales Lebensmittel, das man problemlos jeden Tag essen kann. Dabei heizt Fleisch die Klimakrise an, treibt das Artensterben voran und beutet Menschen und Tiere aus. Eine aktuelle UN-Studie belegt: Fleisch ist der größte Naturzerstörer. Hier geht es nicht nur um Billigfleisch – zu viel Fleisch auf dem Teller, egal aus welcher Tierhaltung, ist ein Problem!

 

Der Verbrauch dieses hochproblematischen Produkts darf nicht künstlich mit Werbung angeheizt werden. Durchtriebenes Marketing ist fragwürdig genug – aber bei Fleisch müssen wir als Gesellschaft eine Grenze ziehen. Fordere deshalb Supermärkte auf, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und Fleisch ganz schlicht und einfach nicht mehr zu bewerben!


Greenwashing

Stadtwerke versprechen Ökostrom für Privathaushalte

Offensichtlich hat die Führung der Stadtwerke das Thema Umweltschutz für sich entdeckt, das werten wir durchaus als einen positiven Anfang, aber es ist bei weitem noch nicht genug. Denn mit den derzeitigen Zahlen kann man nicht zufrieden sein, da die privaten Haushalte nicht einmal die Hälfte des Stromverbrauches der Stadt ausmachen. Tatsächlich ist bereits heute so viel Ökostrom vorhanden, dass die Stadtwerke klimaneutral werden können. Man rechnet die Sache eben schön und weist den gewerblichen Verbrauchern die fossilen Energieträger zu. Dies nennt man Greenwashing.

Es bleibt dabei, noch immer besteht etwa die Hälfte des Bad Kreuznacher Strommix nicht aus ökologisch gewonnener Energie. Im Gegenteil, hier wird laut eigenen Veröffentlichungen der Stadtwerke noch etwa ein Viertel auf Kohle und sogar zu fast einem Zehntel auf den, von der Gesellschaft bereits aussortierten Atomstrom gesetzt. Kurstadtluft und dreckige Kohlekraftwerke sollten sich eigentlich ausschließen. Zudem wird einiges über die EEG-Umlage schön gerechnet. Echte Projekte in Richtung Erneuerbaren sind nicht zu erkennen, viel mehr kauft man Zertifikate aus anderen Regionen ein, ein erster Schritt, mehr aber nicht. Der Zertifikats Handel ist zwar nach dem EEG-Gesetz eine Möglichkeit, trägt aber nichts zum Ausbau der erneuerbaren Energien bei.

Greenpeace Bad Kreuznach ist vielmehr enttäuscht, dass die Stadtwerke, die zum großen Anteil der Stadt selbst gehört, kaum auf realen Ökostrom aus der Region setzen wollen. Es ist zu erwarten von den Stadtwerken auf 100% Erneuerbare Energien umzusteigen und nicht nur mit der Ankündigung zu werben.

Es bleibt abzuwarten. Bei der nächsten gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichung der Stromkennzeichnung müssen die Kreuznacher Stadtwerke Farbe bekennen. Erst dann kann jeder Bürger sehen, wie ernst die Ankündigung von 100% erneuerbaren Energien gemeint ist.

Friedensaktion in Bad Kreuznach

Am 21. November 2020 möchten Menschen aus dem Rechtsradikalen Spektrum am Feld des Jammers in Bretzenheim eine Demonstration abhalten. Aufgrund der Coronapandemie wird es keine Gegendemonstration geben. Stattdessen veranstaltet Greenpeace Bad Kreuznach zusammen mit zahlreichen anderen Organisationen einen kreativen Gegenprotest. Mit selbstgebastelten Nazischeuchen, die an klassische Vogelscheuchen erinnern, setzen wir ein entschiedenes Zeichen gegen Hass und Gewalt und für eine freie und offene Gesellschaft. Wir möchten keine Nazis in Bad Kreuznach.

 
Unsere Nazischeuche kann im Greenpeace Schaufenster in der Mannheimer Straße angeschaut werden.

Dörfer

Am 2.Oktober 2020 war die Fotoausstellung
DER ABGRUND, DER MAL HEIMAT WAR
zu Besuch auf dem Europaplatz in Bad Kreuznach.

Noch rund 18 Jahre will der RWE-Konzern im Rheinischen Braunkohlerevier Dörfer abbaggern, Menschen gegen ihren Willen umsiedeln und ganze Landstriche verwüsten. Eine Katastrophe - für Klima, Natur und die Menschen in den bedrohten Ortschaften. Was im Rheinland geschieht, betrifft uns alle: Um die Klimakrise zu bremsen, muss die Kohle im Boden bleiben.

Die Ausstellung zeigte eindrücklich das Schicksal der Betroffenen im Braunkohlerevier und machte gleichzeitig Mut, den wachsenden Protest zu unterstützen.

Die Fotografin Jordis Antonia Schlösser kennt das rheinische Braunkohlerevier seit ihrer Kindheit. Immer wieder kehrte sie zurück an die Gruben, Kraftwerke und Dörfer in der Region. In einer Gegenüberstellung von Bildern aus den Jahren 2002 und 2019 lenkte sie den Blick auf die Menschen, die durch die Ausdehnung des Tagebaus ihre Heimat verloren und noch stets verlieren, sowie auf den zunehmenden Widerstand gegen den Energiekonzern RWE.

Auch die Bad Kreuznachern Stadtwerke müssen endlich auf 100% Erneuerbare Energien umsteigen, damit im Auftrag Ihrer Kunden, keine Menschen ihrerer Heimat beraubt werden.


Zeichen für mehr Tierwohl

Am 26.09.2020 hat Greenpeace Bad Kreuznach vor dem Rewe-Markt in der Mannheimer Straße Bad Kreuznach ein Zeichen für mehr Tierwohl gesetzt. Mit einem lebensgroßen Schwein aus Pappmaschee hat die Gruppe demonstriert wie viel Platz in den unterschiedlichen Haltungsstufen Schweinen zur Verfügung steht.

So stehen den intelligenten, verspielten Tieren laut Gesetz nur 0,75 m² Platz zur Verfügung, dies entspricht der niedrigsten Haltungsstufe Stallhaltung. Mit dem Schwein konnte demonstriert werden, dass dieser Platz noch nicht mal ausreicht, dass es sich umdrehen kann. Auch die 2. Haltungsstufe Stallhaltung Plus bringt für die Tiere keine große Verbesserung. So haben sie nur 10 Prozent mehr Platz zur Verfügung. Dies entspricht 0,875 m² Fläche. Auch dieser Platz reicht nicht aus, dass sich Schweine umdrehen können. Selbst in der höchsten Haltungsstufe Premium stehen Schweinen lediglich 1,5 m² Platz zu. Eine Fläche, die immer noch kaum ausreicht, dass Schweine ihre Bedürfnisse ausleben können.

Auch können die Siegel der Industrie Verbraucher leicht täuschen, so steht bei der schlechtesten Haltungsstufe eine große 1. Diese könnte auf den ersten Blick als positiv aufgefasst werden. Greenpeace sieht sowohl den Gesetzgeber als auch den Handel und die Industrie in der Pflicht, die Haltungsbedingungen für Schweine zu verbessern. So sollten Schweine mehr Platz erhalten, Spielmöglichkeiten geschaffen werden und der Kastenstand für Muttersäue sowie die betäubungslose Kastration von Ferkeln verboten werden.


Klimademo

Am 25.09.2020 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach an einer Demo zur Abwehrung der Klimakatastrophe auf dem Europaplatz.
Das Ziel von Paris, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad zu halten steht vorm scheitern. Dies darf auf keinen Fall passieren, denn dann würden Kipppunkte überschritten, die sich nicht mehr korrigieren ließen und unsere klimatisches System auf der Erde könnte völlig außer Kontrolle geraten.

Parking Day 2020

Am 19. September 2020 beteiligte sich Greenpeace Bad Kreuznach am lokalen Parking Day.
Dabei wurde die Planiger Straße in einen bunten und vielseitigen Treffpunkt für Jung und Alt umgestaltet.
Auf Parkplätzen, die sonst für Autos vorbehalten sind, entstand eine lebendige Straßenmeile.
Auf mehreren Aktionsflächen erwarteten die Besucher neben Mitmach-Angeboten auch selbstgemachte Waffeln, türkischen Tee und jede Menge anderer Spiele, aber auch Informationen über die Arbeit von Greenpeace und den anderen beteiligten Vereinigungen.
Die Planiger Straße ist eine Innenstadtstraße, eine Einkaufs- und Restaurantstraße, ein Ort der Begegnung, das unterstreicht der Parking Day.
Daher sollte sie ohne Durchgangsverkehr sein, als attraktives Zentrum des Pariser Viertels nutzbar und erlebbar.
Verkehrsvermeidung muss daher das oberste Ziel sein!

Friedenslichter

Am frühen Morgen des 6. 8. 2020 haben Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach – In Erinnerung an den Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima vor 75 Jahren ein Peace-Zeichen aus hundert Kerzen auf dem Bad Kreuznacher Naheufer, vor den Brückenhäusern aufgebaut: Um 1.15 Uhr – dem Zeitpunkt der Explosion der Hiroshima-Atombombe – zündeten sie die Kerzen an und gedachten der Opfer. Mit ihrer Lichtbotschaft riefen die Ehrenamtlichen auch die Bundesregierung zu atomarer Abrüstung auf: Es ist ein moralisches und politisches Armutszeugnis, dass Deutschland noch immer an US-amerikanischen Atombomben festhält.
Laut einer aktuellen Greenpeace-Umfrage sind 83 Prozent der Menschen in Deutschland dafür, dass die US-amerikanischen Atombomben aus Deutschland abgezogen werden. Das ist das Ergebnis auf die Frage: „In Deutschland sind Atombomben aus den USA stationiert. Sollten diese durch neue Atombomben ausgetauscht werden oder komplett aus Deutschland abgezogen werden?“ Das Meinungsforschungsinstitut Kantar hat am 1. und 2. Juli 1008 Menschen befragt.
Auf dem Fliegerhorst im rheinland-pfälzischen Büchel lagern laut Experteneinschätzungen 20 US-amerikanische Atombomben, die im Kriegsfall von deutschen Piloten in ihr Einsatzgebiet geflogen werden sollen. Ihre jeweilige Sprengkraft beträgt das mindestens Zehnfache der Hiroshima-Bombe. Beim Atombombenangriff auf Hiroshima und Nagasaki waren 1945 mehr als 200.000 Personen ums Leben gekommen. Die Menschen in der Region leiden noch immer unter den Spätfolgen des Abwurfs.  
Deutschland kann jetzt wegweisend einen glaubwürdigen Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt leisten, indem die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet! 92 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger befürworten laut Umfrage, dass die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet.
Greenpeace setzt sich ein für das friedliche Lösen von Konflikten, den Erhalt demokratischer Rechte, ein Rüstungsexportverbot in Drittländer, Krisen- und Kriegsgebiete sowie weltweite atomare Abrüstung und Umweltschutz.

Pol to Pol Ausstellung

Greenpeace Bad Kreuznach zeigte vom 8. Juli bis zum 10. August 2020 in der Stadtbibliothek die Wanderausstellung von Pol zu Pol.

Zu sehen waren die schönsten Fotos einer Expedition mit den beiden Schiffen „Esperanza“ und „Arctic Sunrise.“ Hiermit war Greenpeace seit April 2019 ein Jahr lang vom Nord- zum Südpol unterwegs, um auf die Krise der Ozeane aufmerksam zu machen. Die Umweltschützerinnen und Umweltschützer erkundeten unter anderem die mit Plastik übersäte Sargassosee vor Floridas Küste, das erst jüngst entdeckte Amazonasriff vor Brasilien und die Wildwest-Fischfanggründe vor Argentinien. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord nutzten Unterwasserdrohnen, auf Tauchgängen machte sich die Besatzung ein genaueres Bild. Die spektakulärsten Fotografien dieser einmaligen Schiffsexpedition „Von Pol zu Pol“ zeigte Greenpeace in der Ausstellung.

Die Weltmeere sind aus dem Gleichgewicht geraten: Klimaerhitzung, Überfischung, Vermüllung und Rohstoffabbau bedrohen ihren Artenreichtum und ihre Funktion als wichtiger CO2-Speicher. Nur echte Schutzgebiete - ohne jeden menschlichen Zugriff - können die Meere retten. Die Weltgemeinschaft hat derzeit die einzigartige Chance, die Ozeane zu schützen. Die Vereinten Nationen verhandeln über einen globalen Vertrag zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meere. Mit ihrer Schiffsexpedition hat Greenpeace deutlich gemacht, wie wichtig diese Verhandlungen sind.


Flagge zeigen beim Aufsichtsrat

Am 2.7.2020 haben Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach, anlässlich einer Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke, ihren Forderungen für einen Umstieg zu Erneuerbaren Energien bekräftigt und vorm, als Sitzungsgebäude genutzten, Haus des Gastes Flagge gezeigt.

Denn das Bewusstsein ist angekommen, aber es tut sich nichts.

Die Stadtwerke sind nach wie vor nicht bereit auf umweltzerstörende und gesundheitsschädliche Energieträger zu verzichten. Noch stets wird der Kreuznacher Strom überwiegend aus fossilen Energieträgern wie Kohle gewonnen. Selbst die Atomkraft ist noch immer zu einem Großteil vorhanden.

Die Verantwortlichen verweisen auf die Stromerzeuger und wollen den Anschein erwecken diese seien an allem Schuld.

Diverse „grüne“ Zertifikate sollen davon ableiten, dass der größte Teil des Bad Kreuznacher Strommixes noch stets aus der schmutzigsten Art der Energieerzeugung, der Kohleverbrennung stammt.

Da aber ein bisschen Grün noch lange nicht sauber ist, fordern wir von den Verantwortlichen der Stadtwerke möglichst schnell auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Der Aufsichtsrat sollte die Geschäftsführung auffordern, so schnell wie möglich ein Ausstiegsszenario aus der schmutzigen Energieversorgung zu erarbeiten. Da auch RWE ein Miteigentümer der Stadtwerke ist, sicherlich eine schwere Nuss. In Zeiten einer immer schlimmer werdenden Klimaveränderung aber ein unausweichlicher Schritt. Auch wenn die hiesigen Stadtwerke nur ein sehr kleiner Teil der weltweiten Problematik darstellt, muss auch vor Ort mitgeholfen werden das Klima zu schützen, denn der Weltklimarat IPCC lässt keinen Raum für Spekulationen. Die kommenden Jahre sind vermutlich die wichtigsten in der Menschheitsgeschichte. Die Welt muss handeln – und zwar sofort. Nur dann, da ist sich der Rat einig, lässt sich die Erderhitzung noch bei 1,5 Grad stoppen und somit eine unbeherrschbare, katastrophale Klimaveränderung verhindern.


Regenbogentour

Am 16.06.2020 stoppte die deutschlandweite Tour des Greenpeace Regenbogens in der Bad Kreuznacher Fußgängerzone. Bereits seit dem 30. Mai ist Greenpeace bis Ende Juni unterwegs, um in 31 Städten zu erfahren, wie sich die Menschen ihr Leben nach Corona vorstellen. Was haben sie wirklich vermisst, was neu gelernt? Was soll davon bleiben, was wieder weichen?

Besucherinnen und Besucher konnten die Antworten auf ihre Fragen und ihre ganz persönlichen Zukunftsvisionen an einem drei Meter großen Regenbogen hinterlassen. Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach nutzten diese Gelegenheit um mit den Menschen, über einen in der Corona-Zeit begonnen, Mentalitäts- und Wertewandel in die Diskussion kommen und ihre Zukunftsvisionen zu sammeln.

Laut einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage von Kantar/EMNID im Auftrag von Greenpeace hat Corona in der deutschen Bevölkerung einen Mentalitätswandel angestoßen. “Die Krise hat dafür gesorgt, dass die Menschen den Blick für das Wesentliche geschärft haben” so Kirsten Brodde von Greenpeace Deutschland. So ist für sie die Bedeutung von sozialen Kontakten gestiegen, wohingegen Aktivitäten wie shoppen oder mit dem Auto fahren in der Krise an Bedeutung verloren haben.

Zwar vermissen die Menschen Freiheiten wie reisen (51 Prozent) oder ausgehen (67 Prozent). Aufs Fliegen aber können 81 Prozent verzichten und 88 Prozent begrüßen den Rückgang des Autoverkehrs. 79 Prozent wünschen sich mehr Radwege. Waren Naturerlebnisse für 77 Prozent auch vorher schon wichtig, so haben diese für gut ein Fünftel (21 Prozent) während der Lockdown-Phase noch an Bedeutung hinzugewonnen.

Weniger die Politik oder die Wirtschaft, vor allem die Menschen selbst haben in der Corona-Krise gemeinschaftlich Ideen entwickelt (wie Nachbarschaftshilfe) und Werte wie Solidarität oder Mitgefühl neu entdeckt oder intensiviert, um gut durch die Krise zu kommen.

World Ocean Day

Am 8. Juni 2020 fand der World-Ocean-Day statt.
Auch Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach haben sich daran beteiligt, indem sie, in Zeiten von Corona, Stoffbanner an ihren Wohnungen und Häuser anbrachten.


Denn unsere Meere müssen geschützt werden, auf sie kommt es schließlich letztendlich an! Diese Botschaft und unsere Verbundenheit mit den Meeren sollte besonders am World Oceans Day (WOD) gezeigt werden und  an die Politik und die Öffentlichkeit gerichtet werden!


Die Erde ist ein blauer Planet, denn rund 70 Prozent werden von Ozeanen bedeckt- und diese Ozeane sind nicht nur wunderschön und faszinierend, sondern auch überlebenswichtig – für uns alle: Sie produzieren mehr als die Hälfte unseres Sauerstoffs, liefern Nahrung für Millionen von Menschen, und machen die Erde klimatisch überhaupt erst bewohnbar.


Frieden ist Grundrecht

Vor genau 75 Jahren am 08. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Im Gedenken an diesen historischen Tag hat auf dem Kornmarkt in Bad Kreuznach der DGB und das Netzwerk am Turm zu einer Demonstration für den Frieden aufgerufen. Mit dem Slogan "Frieden ist ein Menschenrecht" hat die Greenpeace Ortsgruppe Bad Kreuznach an der Demo teilgenommen. Wir möchten damit ein Zeichen setzen für den Frieden, denn Krieg ist das größte Verbrechen an Mensch und Umwelt.

Film : 10 Milliarden Menschen

Am 10. Februar luden Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuzmach erneut zu einer Filmvorführung ein.

Gezeigt wurde: 10 Milliarden Menschen - wie werden wir alle satt.
Aus dem Inhalt:
Schon im Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden ansteigen - und damit auch die Hungersnot, die derzeit jeden sechsten Erdenbürger betrifft. Zwei völlig gegensätzliche Modelle der Landwirtschaft sollen Lösungen bieten: die industrielle, die die Umwelt jedoch stark belastet, und die biologische, die noch nicht in den immensen Mengen produzieren kann. Beide wollen mit innovativen Ansätzen durchstarten. Der Film stellt die Modelle gegenüber und hinterfragt ihre Vor- und Nachteile.


Klimademo

Anlässlich der fridays for future Demo am 31.01.2020 hielt ein Mitglied von Greenpeace Bad Kreuznach folgende Ansprache:

Liebe Klimaschützer,

Mit Euren Demonstration zeigt ihr am Tag der Zeugnisausgabe mit Unterrichtsende um 11.00 Uhr: Die Lebensgrundlage von uns allen, ein stabiles Klima, ist viel wichtiger als Freizeit. Euer Engagement wirkt, kein Politiker von Format kommt am Thema vorbei.

Horst Köhler unser ehemaliger Bundespräsident appelliert öffentlich:

„Wir müssen uns ändern, wie wir Energie produzieren und verbrauchen“.

Immer mehr Anleger verlangen von ihren Unternehmen, sie sollten das Pariser Klimaschutzabkommen respektieren. Selbst der Bundesverband der deutschen Industrie kritisiert den Kohleausstiegsplan der Regierung - als nicht weitgehend. McKinsey warnt vor der Klimakrise und rechnet vor, die öffentliche Verwaltung könnte sehr schnell 30% ihrer CO2 Emissionen vermeiden.

Der Bewusstseinswandel erreicht nicht nur alle politische Lager und sondern auch die Wirtschaft.

Doch erreicht er auch unsere Stadtwerke? Wie fällt am Tag der Ausgabe der Zeugnisse in den Schulen eine Beurteilung der Kreuznacher Stadtwerke aus?

Sie haben sich bemüht, von 2017 zu 2018 ist der Anteil des eingekauften Kohlestroms um 1/10 gesunken. Doch Ihre Klassenkameraden, Stadtwerke anderer Städte zeigten bereits 2017 Mut und Charakter:

Über 55 Stadtwerke beziehen 100% Ökostrom und zeigten der Kohle die rote Karte.

Diese 55 Stadtwerke zeigen, es geht! - ohne dass Schwimmbäder schließen und ohne dass der Sozialstaat untergeht.

Viele Schulen formulieren zum Halbjahr Zielvereinbarungen. Wie würde diese für unsere Stadtwerke lauten?

Kauft deutlich weniger dreckigen Kohlestrom.

Über 170 Stadtwerke kauften bereits 2017 weniger als 50% Kohlestrom ein. Das sollte auch für unsere Stadtwerke schnell erreichbar sein. „Vorweg gehen“ ist nicht drin, doch hinterher laufen und aufholen sehr wohl.

Erstellt einen Kohleausstiegsplan,  

macht euren Ausstiegsplan öffentlich,

werdet ein glaubwürdiges Vorbild, das Bürger mitreißt und begeistert.


Schutzgebiet Hohe See

Im Januar 2020 ist Greenpeace mit den Schiffen Arctic Sunrise und Esperanza in der Antarktis unterwegs. Es ist der letzte Tourenabschnitt der fast einjährigen Schiffstour vom Nordpol zum Südpol. Der thematische Fokus liegt auf  dem Klimawandel. Der Klimawandel ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Eis schmilzt und damit der Lebensraum der Pinguine bedroht ist. In der Folge wird sich die Anzahl der Pinguine verringern.
Dazu wird es an Bord der Arctic Sunrise und auf dem Eis verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen geben.
Greenpeace Präsenz gibt es aber nicht nur im ewigen Eis, sondern auch in unseren Städten.
Daher informierten Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach, am 18. Januar 2020, die Passanten in der Fußgängerzone, über den Lebensraumverlust der antarktischen Pinguine durch den Menschen. Dabei wiesen die Mitwirkenden darauf hin, dass es dringenden politischen Handlungsbedarf gibt.

Unterschriftensammlung zum Schutz der Hohen See und der Antarktis
Wir erinnern uns noch alle an die Enttäuschung als die  Antarktiskonferenz CCAMLR in 2018 an den Stimmen gegen ein Weddellmeer Schutzgebiet  von Norwegen, Russland und China gescheitert ist. Letztes Jahr hat die Konferenz ein noch kläglicheres Bild abgegeben. Die Ergebnisse lassen Zweifel an der Fähigkeit der Kommission aufkommen, sinnvolle Maßnahmen zum Schutz der Antarktis und ihrer Wildtiere zu ergreifen. Es ist klar, dass die derzeitige Polarpolitik nicht ausreicht, um die Dringlichkeit der Klimakrise, mit der wir konfrontiert sind, anzugehen.