Greenpeace Bad Kreuznach

Zukunftstag 2024

Am 27.4.2024 veranstalteten die Omas for Future von 10 bis 18 Uhr auf dem Bad Kreuznacher Kornmarkt ein buntes Volksfest für Klima- und Umweltschutz.

Die Greenpeace-Ortsgruppe war gemeinsam mit insgesamt 37 Organisationen, z.B. Fridays for Future, Nabu, dem BUND und vielen lokalen, sozialen/ökologischen Vereinen mit Ständen vertreten. Es gab ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Theater, Musik, Tänzen, Vorträgen und Diskussionsrunden. Ebenso gab es Stände mit vegetarischen und veganen Leckereien.

Den Besuchenden bot sich ein breites Spektrum an Informationen und Mitmachaktionen rund um Umweltschutz.

 

Greenpeace klärte über das Thema Milchkuhhaltung auf. Unter dem Motto "Tierleid bei Bärenmarke stoppen" informierten Ehrenamtliche darüber, dass Bärenmarke Milch von Betrieben aus tierquälerischer Anbindehaltung bezieht. Obwohl sie mit hoher Qualität werben und deren Milch im oberen Preissegment angesiedelt ist, verbirgt sich dahinter nur billige "Industriemilch". Interessierte konnten Protestpostkarten an den CEO von Bärenmarke unterschreiben, sich mit Flyern und Prospekten versorgen und es gab eine witzige Mitmachaktion:

 

Man konnte eine kleine Pappkuh von einer Kette abschneiden und mitnehmen. Diese kann man beim nächsten Einkauf im Supermarkt zwischen Bärenmarkemilchtüten stecken. Neben dem Spruch: „Weidehaltung ist KUHler" ist auf dieser Kuh ein QR-Code . Andere Kunden können diese kleine Kuh entdecken, den Code scannen und gelangen auf die entsprechende Greenpeace-Webseite mit weiteren Informationen.

(https://greenwire.greenpeace.de/rind-und-milch)

Das Interesse und die Betroffenheit der Besucher war groß. Ebenso auch die Bereitschaft, zu helfen - sowohl mit Unterschriften, als auch mit dem Verteilen der Minikühe.


Bärenmarke lässt Kühe leiden

Am 27.4.2024 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach an einer bundesweiten Protestaktion. Dabei wurde auf das Leid von Kühen bei der Erzeugung von Bärenmarke-Milch aufmerksam gemacht. Auf einem 3 mal 1,70 Meter großen Transparent stand “Bärenmarke lässt Kühe leiden”. Der Protest ging gegen die Verarbeitung von Milch in den Bärenmarke-Werken, die von Kühen stammt, die unter tierschutzwidrigen Bedingungen gehalten werden. Die Veröffentlichung von Greenpeace-Recherchen im März zur Anbindehaltung (https://act.gp/49Fq1fK) sitzt Bärenmarke bislang noch aus. Kühe können sich in dieser Haltung kaum bewegen, sind verdreckt, weisen Hautschäden auf, kommen schlecht an Tränken und müssen teilweise sogar immer die Wand angucken. Eine Kuh, die dauerhaft Tag und Nacht angekettet ist, leidet und hat oft Schmerzen. Bärenmarke wirbt mit artgerechter Haltung und höchster Qualität. Davon stimmt nur der Teil mit der Qual. Bärenmarke soll auf Milch von Weidekühen umstellen. Nur dann ist der Preis für das Produkt gerechtfertigt.

Greenpeace wurden Bilder und Videos von 23 Milchlieferanten der Molkerei zugespielt, die Tiere in tierschutzwidriger Anbindehaltung zeigen. Tracking-Daten belegen, dass die Milch dieser Höfe an die zwei Bärenmarke-Werke in Mechernich (Nordrhein-Westfalen) und Hungen (Hessen) geliefert wird. Die Molkerei äußerte sich auch gegenüber Medien bisher nicht zu den Vorwürfen. Mit einer Protestpostkarte konnte man am Infostand Bärenmarke auffordern, die tierschutzwidrige Anbindehaltung sofort zu beenden und die Kühe auf die Weide zu lassen. Außerdem konnte man symbolisch eine Kuh von der Kette nehmen, die vor den Supermärkten hing.

Für die Haltung von Kühen fehlt die gesetzliche Mindestanforderung

Greenpeace fordert von der Bärenmarke-Molkerei Hochwald, umgehend kenntlich zu machen, wie die Kühe gehalten werden, von denen die Milch stammt. Außerdem sollen sämtliche Produkte von Bärenmarke sofort auf Weidemilch umgestellt werden. Derzeit werden in ganz Deutschland die Kühe nach dem Winter wieder auf die Weiden gelassen, um dort den Sommer zu verbringen. Für die meisten Bärenmarke-Kühe gilt das nicht. Sie müssen ihr ganzes Leben im Stall verbringen und werden mit Kraftfutter zu immer höheren Milchleistungen getrieben.

Ein Rechtsgutachten im Auftrag von Greenpeace zur Haltung von Milchkühen kommt unter anderem zu dem Schluss, dass die Anbindehaltung gegen die zentrale Norm des § 2 TierSchG verstößt und den Straftatbestand des § 17 TierSchG erfüllen kann. Sie gibt die Anforderungen an eine artgerechte Haltung vor. Bislang fehlen jedoch Mindestanforderungen, die die Haltung von Milchkühen gesetzlich regeln.



Gran Chaco Ausstellung


Vom 20. April bis 31. Mai 2024 stellt Greenpeace Bad Kreuznach in der hiesigen Stadtbibliothek aus.


Die Wanderausstellung nimmt sich dem Thema Gran Chaco an, denn dieser

ist nach dem Amazonas das zweitgrößte Waldökosystem Südamerikas.

Der argentinische Gran Chaco ist am stärksten von der Landrodung betroffen. Jeden Monat werden mehr als 133 Quadratmeilen für riesige Sojafarmen und Rinderfarmen abgeholzt, die in globale Märkte exportieren. Die Provinz Formosa in Argentinien leidet besonders unter der Waldzerstörung.

Der Eintritt ist frei und zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Bad Kreuznach möglich.


Ausstellungseröffnung
No New Gas

Am 13. April 2024 eröffnete Greenpeace Bad Kreuznach nun offiziell die Ausstellung No New Gas im NAHeRaum, welche bis 26. April zu sehen war.

Gäste hatten dabei die Möglichkeit eine Petition zum Schutz des Wattenmeeres zu unterzeichnen. Denn es gibt Pläne dort nach Gas zu bohren.

Aber Gas zerstört – egal wo und wie es gefördert wird! Erdgas ist klima- und umweltschädlich und befeuert das Artensterben im Meer und an Land. Die aktuelle Gas-Politik der Bundesregierung gefährdet die Gesundheit unserer Meere und von uns Menschen. Denn sie sieht nicht nur vor, weiterhin Gas aus bestehenden Projekten zu importieren. Die Bundesregierung unterstützt auch die Erschließung neuer Erdgasfelder – sowohl in Deutschland als auch im Ausland.

Rund 20km nordwestlich der Nordseeinsel Borkum, in unmittelbarer Nähe zum UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer, will das niederländische Unternehmen ONE-Dyas ein neues Erdgasfeld erschließen. Der vorgesehene Standort der Produktionsplattform befindet sich etwa 500 Meter entfernt von der deutschen Grenze auf niederländischer Seite und in unmittelbarer Nähe zu mehreren Naturschutzgebieten. Schon in diesem Jahr starten die Vorbereitungen für das Projekt. Ab Ende 2024 will ONE-Dyas hier Gas aus insgesamt zwölf Bohrungen fördern – sowohl auf niederländischem als auch auf deutschem Hoheitsgebiet. In einer ersten Phase plant der Konzern, 4,5 bis 13 Milliarden Kubikmeter Gas zu fördern. Durch die Verbrennung würden bis zu 26 Millionen Tonnen CO2 entstehen, was in etwa den jährlichen Emissionen von Rheinland-Pfalz entspräche.



DWS - Deutsche Bank

Am 20. März 2024 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach an einer Aktion bei der DWS / Deutsche Bank.


Im Foyer wurden dabei Aufsteller und Infomaterialen angebracht.


Worum geht es:


1. Klimaschädliche Investments:

Die DWS investiert 17,6 Milliarden Dollar [Stand Januar 2023] in Aktien und Anleihen von Unternehmen, die den Abbau von Kohle, Erdgas und Öl ausweiten wollen - mehr als jeder andere deutsche Vermögensverwalter. Mit diesem Geld finanziert die DWS nach Greenpeace Berechnungen den Ausstoß von rund 49 Millionen Tonnen CO2 jährlich - das ist mehr als die Lufthansa.

2. Keine glaubwürdigen Klimaschutz-Auflagen:

Der DWS fehlt ein verbindlicher Plan, wie die klimaschädlichen Emissionen, die mit den Investitionen in diese Unternehmen verbunden sind, wirkungsvoll reduziert werden sollen. Pläne für den Umgang mit expandierendem Öl- und Gasgeschäft fehlen komplett, eine Kohleausstiegsstrategie war lange angekündigt, wurde zu Ostern 2023 veröffentlicht, reicht aber alleine nicht aus.

3. Gradsprenger:

Die DWS bewegt sich aktuell mit ihren Finanzprodukten auf einem Temperaturpfad von 2,6-Grad – also weit über der elementaren 1,5 Grad-Grenze des Pariser Klimaschutzabkommens.

4. Irreführung:

Die Deutsche Bank-Tochter DWS enttäuscht Menschen mit Klimaschutz-Präferenzen. Denn wer sein Geld in Aktienfonds der Fondsgesellschaft anlegen möchte, erhält in den meisten Fällen weder eine fundierte Beratung noch passende klimaverträgliche Fondsvorschläge. Das ist das Ergebnis einer Undercover-Recherche.

5. Überzogene Boni für Greenwashing:

Das Vergütungssystem der DWS bietet auf höchster Entscheidungsebene systematisch Anreize für Greenwashing. Die Boni für den DWS-CEO sind an wirkungslose Nachhaltigkeitsziele gekoppelt. Das zeigt eine Greenpeace-Recherche anhand der letzten Geschäftsberichte 2020 und 2021 - und der Blick in den neuesten Vergütungsbericht 2022.


Vortrag Grundwasser

Am Montag, den 11. März 2024, lud Greenpeace Bad Kreuznach, zusammen mit der Naturstation Nahe, zu einem Impulsvortrag des Hildesheimers Detlef Ramisch ein.

Im gut gefülltem Kammermusiksaal des Stadtteils Bad Münster wurde gut eine Stunde zum Thema Grundwasser und was hat das mit Zigarettenkippen zu tun referiert.

Denn Zigarettenkippen sind eines der unterschätztesten Umweltprobleme weltweit. Reicht doch eine einzige davon aus, um 60 Liter Wasser zu verseuchen.


Eine Zigarette ist in fünf Minuten geraucht und wird dann oftmals achtlos auf die Straße oder in den Gully geworfen. Die Kippen liegen wirklich überall, im Park, auf dem Spielplatz, auf der Straße und im Blumenbeet.

Kaum jemand denkt dabei an seine Mitwelt. Zigarettenstummel sehen nicht nur hässlich aus und stinken, sie belasten vor allen Dingen die Natur. Kippen verweilen in der Natur bis zu 400 Jahre! Bis eine Zigarette verrottet ist, gelangen zahllose Giftstoffe in den Boden und ins Grundwasser: Arsen, Benzol, Blei, Cadmium, Chrom, Formaldehyd usw. Jede einzelne Zigarettenkippe verseucht ca. sechzig Liter Wasser.

Weltweit sind es 5,4 Billionen Zigarettenkippen, die jährlich anfallen, allein in Deutschland weit über siebzig Milliarden. Davon landen achtzig Prozent sorglos auf dem Boden, verseuchen das Grundwasser und werden auch von Tieren gefressen, die sich daran vergiften. In den Sommermonaten können Waldbrände durch achtlos weggeworfene Kippen entstehen.

Wie entsorge ich Zigarettenstummel richtig? Sicher nicht einfach auf dem Boden, in Gullys oder Toiletten, sondern wirklich nur im Restmüll! Unterwegs kann ein kleiner Taschenaschenbecher mitgenommen werden. In diesen können Zigarettenkippen sicher verstaut und später zu Hause entsorgt werden. Alternativ ist aber auch jedes andere verschließbare Gefäß zum Transport der Stummel möglich, z. B. einfach ein kleines Marmeladenglas mit Schraubdeckel.



Tierschutzwidriger Haltung bei Bärenmarke-Milch


auch Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach beteiligten sich am 9. März 2024 bei einer deutschlandweiten Aktion zum Thema Bärenmarke-Milch.


Dabei wurden in örtlichen Supermärkten Produkte der Marke mit Aufklebern versehen. Auf den gelben Stickern in Form eines dreieckigen Warnschildes stand „Achtung Tierleid!“. Außerdem wurden Regale mit Bärenmarke-Produkten mit der Kennzeichnung “Haltungsform” in der schlechtesten Stufe 1 versehen. Die Bärenmarke-Molkerei Hochwald verarbeitet Milch von Kühen, die unter Bedingungen gehalten werden, die gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Das belegt eine am Donnerstag von Greenpeace veröffentlichte Recherche (Link zum Report: https://act.gp/49Fq1fK). Kühe können sich in dieser Anbindehaltung kaum bewegen, sind verdreckt, weisen Hautschäden auf, kommen schlecht an Tränken und müssen teilweise sogar immer die Wand angucken. Bärenmarke lässt Kühe leiden, das ist eindeutig. Die Anbindehaltung ist eine besonders grausame Art, Kühe zu halten. Dass Bärenmarke Milch dieser Kühe verarbeitet, muss sofort aufhören.


Greenpeace wurden Bilder und Videos von 23 Milchlieferanten der Molkerei zugespielt, die Tiere in tierschutzwidriger Anbindehaltung zeigen. Tracking-Daten belegen, dass die Milch dieser Höfe an die zwei Bärenmarke-Werke in Mechernich (Nordrhein-Westfalen) und Hungen (Hessen) geliefert wird. Nach Veröffentlichung der Bilder am Donnerstag protestieren heute Greenpeace-Aktive bundesweit in 35 Städten.


Grausame Haltung mit strafrechtlicher Relevanz


Bärenmarke wirbt mit dem Slogan „Das Beste aus der Milch“ und verspricht „artgerechte Haltung“. Die Molkerei Hochwald verlangt einen hohen Preis für Produkte ihrer Premiummarke Bärenmarke, ohne entsprechende Qualität zu liefern. Anders als Bio- oder Weidemilch-Produzenten verbessert sie nicht das Tierwohl oder zahlt Milcherzeugenden Betrieben faire Preise.  Das ist ein Hohn und wir sehen hier eine katastrophale Haltung mit strafrechtlicher Relevanz. Bärenmarke täuscht damit, denn es handelt sich nicht um Einzelfälle, sondern den Alltag in den Ställen. Greenpeace fordert von der Bärenmarke-Molkerei Hochwald, umgehend kenntlich zu machen, wie die Kühe gehalten werden, von denen die Milch stammt. Außerdem sollen sämtliche Produkte von Bärenmarke sofort auf Weidemilch umgestellt werden.


Ein Rechtsgutachten im Auftrag von Greenpeace zur Haltung von Milchkühen kommt unter anderem zu dem Schluss, dass die Anbindehaltung gegen die zentrale Norm des § 2 TierSchG verstößt und den Straftatbestand des § 17 TierSchG erfüllen kann. Sie gibt die Anforderungen an eine artgerechte Haltung vor. Bislang fehlen jedoch Mindestanforderungen, die die Haltung von Milchkühen gesetzlich regeln. Die Rechtsprechung teilt diese Auffassung weitgehend, etwa in einem Urteil des Verwaltungsgerichts Münster vom Februar 2022.



Copyright Markus Mauthe Greenpeace

Markus Mauthe in
Bad Kreuznach

Am 1.3.2024 hatte Bad Kreuznach Besuch des Naturfotografen Markus Mauthe der ein künstlerisches Portrait unserer Erde zeigte. Greenpeace Bad Kreuznach war dabei mit einem Infostand im Foyer vertreten. Mit erstklassigen Landschaftsaufnahmen und einzigartigen Filmsequenzen lud er uns zum Träumen, aber auch zum Nachdenken ein.

Für dieses neue Projekt in Zusammenarbeit mit Greenpeace machte er sich gemeinsam mit der Journalistin Louisa Schneider auf den Weg in verschiedene Regionen der Welt, in denen das Klima zu kippen droht.

Auf der Bühne berichtete Mauthe von diesen Recherche-Reisen in der Sahelzone Senegals und im Amazonaswald Brasiliens. Er nahm das Publikum mit in die kanadische Tundra und in die Eiswelten Grönlands. Wie fantastisch unsere Erde unter Wasser aussieht, zeigte er in den Gewässern der Galapagos Inseln und bei den Korallenriffen Australiens.

Dabei richtete der Naturfotograf seine Kamera aber auch auf drastische Auswirkungen der Klimakrise: Überschwemmungen, Küsten-Erosionen, Trockenheit, Waldbrände, auftauende Permafrostböden sind schon jetzt Realität für viele Menschen. Markus Mauthe und Louisa Schneider sprachen mit den Menschen vor Ort, die von den Veränderungen in einem ungerechten Maß betroffen sind. Gemeinsam diskutierten sie über ihren Aktivismus, ihre Hoffnungen und ihre Ideen dazu, wie wir unseren Planeten schützen können. Durch diese filmischen Interviews erlebten wir in der Show engagierte Menschen, die sich aktiv für den Umweltschutz einsetzen und Mut machen, sich mit Gedanken an eine nachhaltigere Zukunft auseinanderzusetzen.

Zusammenstehen: Ein Appell an uns Alle

Wir leben in unruhigen Zeiten – mehr und mehr bestimmen Krisen unseren Alltag. In dieser Zeit, in der der Ton auch innerhalb unserer Gesellschaft rauer wird, ist es umso wichtiger, dass wir zusammenhalten und gemeinsam aktiv werden – grad jetzt. „Eine Welt für morgen“ ist ein leidenschaftlicher Appell an uns alle, gemeinsam an einer nachhaltigen Gesellschaft zu bauen, für einen gesunden Planeten und eine faire, lebenswerte Zukunft für alle Menschen!


Klimastreik März
2024

Am 1.3.2024 beteiligte sich auch Greenpeace Bad Kreuznach am Klimastreik

Wer Klima und Umwelt schützen will, muss den öffentlichen Nahverkehr stärken. Und der funktioniert nur mit ausreichend Beschäftigten. Am 2. Februar gab es den ersten Warnstreik in der aktuellen Tarifrunde im ÖPNV - unterstützt von der Klimabewegung im Bündnis mit der Gewerkschaft Verdi.

ÖPNV-Beschäftigte sind entscheidend für das Klima

Ein Linienbus ersetzt 16 Pkw – damit ist das Personal entscheidend für die Verkehrswende und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Die Arbeitsbedingungen sollten entsprechend gut sein. Darum solidarisierten sich Fridays for Future und Greenpeace als Teil der Klimabewegung mit den Streikenden im ÖPNV, vertreten durch die Gewerkschaft Ver.di.  

Wir profitieren in der Zukunft von Menschen, die sich für den Job im ÖPNV entscheiden und so für kurze Wartezeiten, eine hohe Taktung und ein freundliches Miteinander auf dem Weg sorgen und damit einen entscheidenden Beitrag leisten im Kampf gegen die Klimakrise.

In diesem Frühjahr verhandeln die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr über ihre Arbeitsbedingungen. Diese sind geprägt von Schichtarbeit, überlangen Dienstzeiten, schlechter Planbarkeit und Überlastung. Der Krankenstand ist hoch, die Gehälter eher niedrig. Dabei sind sie systemrelevant, mit ihrer Tätigkeit beeinflussen sie tagtäglich den Alltag vieler Menschen und sind für deren Sicherheit verantwortlich. Gleichzeitig ist ihr Job klimarelevant, ohne ausreichend Personal wird eine Verkehrswende nicht möglich sein.


Kippensammeltag

Um auf die Umweltgefahren durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen hinzuweisen, sammelten Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach am 17. Februar 2024 in der Bad Kreuznacher Innenstadt Kippen auf.

Innerhalb kürzester Zeit waren ganze Säcke gefüllt.

Zigarettenkippen sind eines der unterschätztesten Umweltproblemen weltweit. Milliarden Überbleibsel von gerauchten Zigaretten gefährden Mensch, Tier und Umwelt. Denn sie gelangen ins Grundwasser. Eine Kippe kann dabei 60 Liter Wasser verseuchen und unbenutzbar machen.


Demokratie verteidigen

Unter dem Motto "Demokratie verteidigen! - Bad Kreuznach gegen rechts" haben sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach am Dienstag, den 30. Januar mit über 1000 Bürgerinnen und Bürger zu einer großen Kundgebung auf dem Kornmarkt getroffen.
Grund war der Enthüllungsbericht des Recherchenetzwwerks Correctiv über ein Geheimtreffen radikaler Rechter in Potsdam. Bundesweit gehen schon seit Tagen Menschen auf die Straße, um gegen die immer stärker werdenden rechtsradikalen Tendenzen zu demonstrieren.
 
Am 30.1. war es auch in Bad Kreuznach soweit. Knapp 20 Redner aus allen Bereichen des Lebens, Parteien, Religionsgemeinschaften, Vereinen, Gewerkschaften, uvm. sprachen, ein Meer aus Bannern wogte über die Menschenmenge, es gab eine Bühne und Livemusik und trotz ernster Botschaften jede Menge gute Laune. Gemeinsam für Freiheit, Toleranz und Vielfalt zu demonstrieren verband alle.

Besuch im Landtag

Am Mittwoch, den 24. Januar 2024 wurde eine Delegation von Greenpeace Bad Kreuznach im rheinland-pfälzischem Landtag in Mainz empfangen.

Hierzu hatte der Bad Kreuznacher Abgeordnete Michael Simon eingeladen.

Nach dem Besuch der Plenarsitzung, in der es unter anderem um die aktuellen Bauernproteste ging, wurde die Gelegenheit genutzt, um mit unserem MdL zu Themen der Mobilität zu diskutieren.

Dabei stellte Greenpeace Bad Kreuznach fest, dass der Öffentliche Verkehr weiter gestärkt werden muss. Aktuell findet sich in der Branche zu wenig Personal, was zu massiven Ausfällen bei Bus und Bahn führt. Nur ein verlässlicher Nahverkehr, auch in die Region, wird die Menschen langfristig zum Umsteigen in die „Öffis“ bewegen, was für das erreichen der Klimaziele unerlässlich ist.

Lokal für den Raum Bad Kreuznach würde dringend ein bessere Anschluss nach Rhein-Main benötigt. Ein S-Bahn-Verkehr wäre anzustreben.

Dafür wäre die Elektrifizierung der 4 nach Bad Kreuznach führenden Strecken notwendig.

Um weitere Gebiete anzubinden sollten die zur Zeit nicht befahrenen Strecken im Hunsrück und an der Glan reaktiviert werden.

Ein Sozialticket, ähnlich dem Deutschlandticket, für Menschen mit geringem Einkommen wird genauso benötigt wie endlich eine Aufhebung der Grenzen der Verkehrsverbünde.

Die Verkehrsverbünde haben gute Angebote, welche aber an deren Grenzen aufhören, völlig ungeachtet den Verkehrsströmen der Menschen.


Es wurde vereinbart weiterhin in Kontakt zu bleiben und die Themen weiter zu verfolgen.


Wald ist mehr als Holz

Am 10. Dezember 2023 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach an einer historische Chance:

Denn nach fast 50 Jahren kann das Bundeswaldgesetz endlich modernisiert werden.


Viele Menschen sind unglaublich gerne im Wald. Sie lieben die frische, erdige Luft, die Atmosphäre – ruhig und doch so lebendig, das gibt ihnen einen richtigen Energieschub.

Leider treffen wir überall diesen krassen Kontrast zwischen wunderschöner Natur und fürchterlicher Zerstörung.
Diese Waldzerstörung muss gestoppt werden .


Doch der vorliegende Gesetzesentwurf ist hierfür viel zu schwach.

Daher forderten die Aktiven, dass der Wald, auch vor Ort, als Lebensraum, Klimaretter und Erholungsort besser geschützt werden muss.

Denn: Wald ist mehr als Holz!!!




Ressourcenschutz ist Klimaschutz

Am 30.11.2023 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach an einer Aktion zum Thema : Konsum ist ein Klimakiller. Denn die Übernutzung von Ressourcen ist die Hauptursache des weltweit dramatischen Verlusts von Arten und Lebensräumen sowie der Emission von Treibhausgasen. Wenn dann noch aus Profitgier neuwertige Produkte einfach zerstört werden, ist das in Zeiten der Klimakrise blanker Wahnsinn!

Diese Vernichtung von neuwertigen Waren ist in Deutschland seit bereits zwei Jahren verboten. Die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sieht seit Oktober 2020 vor, dass unverkaufte Ware einer Obhutspflicht unterliegt: Das heißt, sie darf nicht mehr zerstört werden; wer sie anbietet, hat dafür Sorge zu tragen, dass sie auch ihrer Verwendung zugeführt wird. Doch leider ist die Geschichte damit nicht zu Ende.

Weil Verstöße gegen die sogenannte Obhutspflicht von den Behörden noch nicht bestraft werden, geht das Zerstören im Geheimen nachweislich weiter – was Greenpeace beim Onlineversandhandel Amazon mehrfach belegen konnte. Diese rechtswidrigen und klimaschädlichen Geschäftspraktiken müssen endlich aufhören!

Mitglieder der Gruppe brachten daher an den sogenannten „Locker“ Informationen an, die die Menschen über diese Machenschaften informieren sollen.


Bär on Tour

Vom 21. bis 23. Oktober 2023 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach beim „Bär on Tour“ Event. Dieses richtete sich gegen das Täuschungsmanöver von Bärenmarke, Milch aus Stallhaltung als Premiumprodukt zu verkaufen. Interessierte konnten den Protest gegen Bärenmarke unterstützen, indem sie Fotos von sich mit dem Bärenmarke-Bären und der symbolischen Milchkanne machten. Mit Sprechblasen-Schildern konnten sie von der Molkerei Hochwald eine Kennzeichnung der Milchprodukte und die Umstellung auf Weidehaltung fordern. Hochwald verlangt einen hohen Preis für Bärenmarke-Produkte, ohne entsprechende Qualität zu liefern. Anders als Bio- oder Weidemilch verbessert sie nicht das Tierwohl oder zahlt Milcherzeugereien faire Preise. Die Kühe werden fast ausschließlich im Stall gehalten, teilweise in Anbindehaltung. Die Haltungsbedingungen in den Ställen, die hierzulande bislang in keiner Verordnung geregelt sind, entsprechen vielfach nicht den Anforderungen des Tierschutzgesetzes.


Statt weiter Industriemilch aus engen Ställen zum Höchstpreis anzubieten und die Herkunft zu verschleiern, sollte Hochwald den Milchviehbetrieben faire Preise zahlen. Dann können sie ihre Kühe ohne Tierleid halten. Alle Kühe gehören auf die Weide. Das ist tiergerecht und trägt zudem zum Schutz der Artenvielfalt bei. Und mit weniger Kühen, die auf Grünland weiden, sinken die klimaschädlichen Emissionen. Kühe stoßen klimaschädliches Methan aus und sind inzwischen so hochgezüchtet, dass sie Kraftfutter benötigen, das einen Großteil der Ackerfläche belegt.


Greenpeace fordert von der Bärenmarke-Molkerei Hochwald, umgehend kenntlich zu machen, wie die Kühe gehalten werden, von denen die Milch stammt. Außerdem sollen sämtliche Produkte von Bärenmarke sofort auf Milch von Kühen umgestellt werden, die mindestens nach Pro-Weideland-Standard gehalten werden. Also an mindestens 120 Tagen für sechs Stunden weiden können. Und für die jährlich mindestens 2000 Quadratmeter Grünland zur Verfügung stehen.


Bärenmarke soll Werbeversprechen auch einlösen


Hochwald versucht mit hohem Marketingbudget und dem über Jahrzehnte gepflegten Image des Bären die Premiumpreise am Markt durchzusetzen. Allerdings belegt eine Analyse von Greenpeace, dass Bärenmarke kein qualitativ besonders hochwertiges Produkt verkauft: Milch von Weidekühen enthält deutlich mehr gesunde Omega-3-Fettsäuren.


Bohrturm - Tour

Am 17.10.2023 zeigte Greenpeace Bad Kreuznach auf dem hiesigen Kornmarkt das Modell eines riesigen Ölförderturmes. Denn, ob verheerende Waldbrände in Griechenland und Kanada, sintflutartige Regenfälle in Italien und Bangladesh oder Korallenbleiche im Great Barrier Reef – während die katastrophalen Ausmaße der Klimakrise weltweit spürbar sind, setzt die Bundesregierung von Kanzler Olaf Scholz weiterhin auf zerstörerisches, fossiles Erdgas. Der deutsche Gasboom befeuert jedoch nicht nur die Klimakrise, er gefährdet auch Wale und andere schützenswerte Tierarten und droht ganze Unterwasserwelten zu zerstören.

Keine neuen Gasprojekte –

weder in Deutschland noch anderswo!

   

Der deutsche Gasboom hat verheerende Konsequenzen für Klima und Umwelt:

• Klimaziele werden unerreichbar: Erdgas heizt unser Klima gleich dop- pelt auf – durch Methanemissionen bei Förderung, Speicherung und Transport des Gases sowie durch CO2-Emissionen bei der Verbrennung.

• Gas zerstört sensible Meeresgebiete: Vor Westaustralien bedroht ein riesiges neues Gasprojekt (der Firma Woodside) mit Unterstützung des deutschen Staatskonzerns Uniper ganze zwölf sensible Meeresschutzgebiete – Pipelines würden sogar mitten durch Schutzgebiete verlaufen.

• Wale in Gefahr: Fossile Projekte werden den Walen aufgrund ihres sensiblen Gehörs zum Verhängnis. Baulärm für neue Gasbohrungen im Wattenmeer vor Borkum gefährdet die Schweinswal-Population. Der Einsatz von Unterwasserschallkanonen zum Aufsuchen neuer Gasvorkommen vor Westaustralien bedroht z.B. Buckelwale und Zwergblauwale.

• Riskante Gasdeals: Ob Katar, Irak oder Fracking-Gas aus den USA – Kanzler Scholz scheint jedes Mittel Recht, um langfristige Gasverträge zu schließen. Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung nimmt er dabei leichtfertig in Kauf.

• Aktuelle Planungen sind völlig überdimensioniert: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat berechnet, dass Deutschland keine weiteren LNG-Terminals oder Gasbohrungen braucht, weder auf Rügen, vor Borkum noch in Westaustralien.

• Fossiler Wahnsinn: Sind fossile Projekte wie das LNG-Terminal vor Rügen erst einmal gebaut, dann setzt die fossile Lobby alles daran, sie für 20–30 Jahre zu betreiben. Entgegen jeder Vernunft.

• Echte Energiesicherheit gibt es nur mit sauberen erneuerbaren Energien:

Jedes neue Gasprojekt verzögert die Energiewende und bindet uns über weitere Jahre an fossile Energiequellen.

• Jedes neue Gasprojekt ist eines zuviel!


Mogelmarke 2


Am 14.10. 2023 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach an einer bundesweiten Aktion. Um Verbraucherinnen und Verbraucher auf das Leid der Kühe bei der Erzeugung von Bärenmarke-Milch hinzuweisen, kennzeichnen Greenpeace-Aktive Produkte von Bärenmarke mit Aufklebern. Auf den gelben Stickern in Form eines dreieckigen Warnschildes steht „Achtung Tierleid!“. Sie markierten damit Milchprodukte von Bärenmarke. Die Molkerei Hochwald verlangt einen hohen Preis für Bärenmarke-Produkte, ohne entsprechende Qualität zu liefern. Anders als Bio- oder Weidemilch verbessert sie nicht das Tierwohl oder zahlt faire Preise. Die Kühe werden fast ausschließlich im Stall gehalten, teilweise in Anbindehaltung. Die Haltungsbedingungen in den Ställen, die hierzulande bislang in keiner Verordnung geregelt sind, entsprechen vielfach nicht den Anforderungen des Tierschutzgesetzes.


„Statt weiter Industriemilch aus engen Ställen zum Höchstpreis anzubieten und die Herkunft zu verschleiern, sollte Hochwald den Milchviehbetrieben faire Preise zahlen. Dann können sie ihre Kühe ohne Tierleid halten. „Alle Kühe gehören auf die Weide. Das ist tiergerecht und trägt zudem zum Schutz der Artenvielfalt bei. Und mit weniger Kühen, die auf Grünland weiden, sinken die klimaschädlichen Emissionen.“ Kühe stoßen klimaschädliches Methan aus und sind inzwischen so hochgezüchtet, dass sie Kraftfutter benötigen, das einen Großteil der Ackerfläche belegt.


Greenpeace fordert von der Bärenmarke-Molkerei Hochwald, umgehend kenntlich zu machen, wie die Kühe gehalten werden, von denen die Milch stammt. Außerdem sollen sämtliche Produkte von Bärenmarke sofort auf Milch von Kühen umgestellt werden, die mindestens nach Pro-Weideland-Standard gehalten werden. Also an mindestens 120 Tagen für sechs Stunden weiden können. Und für die jährlich mindestens 2000 Quadratmeter Grünland zur Verfügung stehen.


Die Eiche

Am 12.10. hatte die Ortsgruppe Bad Kreuznach die Aufführung des Kinofilms “Die Eiche - Mein Zuhause” im Programmkino "KiKuBi" e.V. in Bingen am Rhein begleitet. Im Foyer hatten wir vor und nach der Filmvorführung mit einem Infostand zum Thema Waldschutz informiert. Unmittelbar vor der Vorführung konnten wir vor dem Publikum in einer kurzen Ansprache Werbung für den Waldschutz, den Infostand und die Ortsgruppe machen. Am Infostand gab es QR-Codes mit Links zu unseren beiden Petitionen Waldzerstörung und Waldsterben stoppen ( https://act.greenpeace.de/waldzerstoerung-stoppen , https://act.greenpeace.de/waldschutz ) und zu spannenden Podcasts und Videos zum Thema Waldschutz:

Das kleine Waldrätsel ( https://greenwire.greenpeace.de/inhalt/wald-raetsel ) kam sehr gut an und natürlich hatten wir am Stand auch Flyer unserer Ortsgruppe und einen QR-Code zur Webseite.




Mogelmilch Bärenmarke

Am 30. September 2023 beteiligte sich auch Greenpeace Bad Kreuznach an einer bundesweiten Aktion.

Schon im Juni haben wir mit einer riesigen dreidimensionalen 2,20 Meter hohen Milchtüte auf die Missstände bei den Premium-Milchmarken Landliebe, Weihenstephan und Bärenmarke aufmerksam gemacht. Eine von diesen dreien muss nun voran gehen und die Kühe endlich auf die Weide bringen.

Denn hinter der Werbung mit vermeintlicher Qualität stecken Tierleid, Klima- und Naturzerstörung. Blumige Werbung trotz billiger Industriemilch zu Wucherpreisen ist inakzeptable Mogelei und geradezu dreiste Abzocke. Wir wollen, dass die bekannte Milchmarke mit dem Bären im Logo endlich Verantwortung übernimmt und echte Qualität bietet.


Deshalb ist unsere zentrale Forderung: Die Kuh muss auf die Weide. Denn nur wenn alle Kühe auf die Weide kommen - mit viel Platz für Auslauf und Raum zum Grasen - wird es den Tieren besser gehen und die Tierzahlen werden sinken. Das sind entscheidende Schritte zum Schutz des Klimas und der Artenvielfalt.

Auch bei einer der bekannten Premium-Milchmarke mit dem Bären ist das nicht anders. So standen wir am 30.9. wieder vor der Rewe-Filiale in der Mannheimer Strasse und informierten Passanten und sammelten Unterschriften für Protestpostkarten, die an den Geschäftsführer von Bärenmarke gehen.



Parkingday 2023

Stell dir vor, die Straße würde weniger den Autos gehören und mehr den Menschen. Stell dir vor, da, wo sonst Blechkolosse stehen, wäre es grün und es gäbe Orte für Begegnung und Austausch. Für einen Tag im Jahr ist genau das möglich: Beim internationalen Park(ing) Day am dritten Freitag/Samstag im September werden Parkplätze in Parks umgewandelt.

In Bad Kreuznach war es am Samstag, den 16.9.2023 auch wieder so weit. Die kreuznacher Greenpeacer besetzten, zusammen mit anderen Gruppierungen, die gesamte Parkplatzseite der Gymnasialstraße.

Diese Straße wurde deswegen gewählt, weil dort - mitten im Stadtzentrum - keine Parkplätze entfernt, sondern 16 neue hinzugefügt wurden. Der Fahrradverkehr ist durch die Parkreihe gefährdet, weil der Platz für Radfahrende und Autos sehr eng ist. Gleichzeitig hat diese baum- und strauchlose Straße ein Hitzeproblem.

An jenem Samstag sah das anders aus: gab jede Menge Grün in Blumenkübeln, gemütliche Sitzecken, einen Kuchen- und Bratwurststand, Kinderspiele, verschiedene ökologische und soziale Vereine präsentierten ihre Arbeit und man konnte es sich auf Strohballen oder verschiedenen Klappstühlen ausruhen. So konnte man direkt erleben, wie angenehm und entspannend eine begrünte, autoarme Straße sein kann. Weniger Parkplätze und weniger Autos bedeuten nach unserer Ansicht kein Aussterben der Innenstadt, sondern eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität.


Fleischrecherche

Im August 2023 beteiligte sich Greenpeace Bad Kreuznach an einer Recherche von Greenpeace zum Thema Fleisch. Dabei wurden 2 Märkte untersucht:

EDEKA Bad Kreuznach
Das Fleisch in der Auslage in der Auslage stammte überwiegend aus Haltungsform 2, die regionale Biolieferung ist an diesem Tag nicht gekommen. Aus der Metzgerei hätte man aber Bio Glan Rind bekommen können. Das Fleisch in der Auslage war überwiegend aus Deutschland, es gab aber auch was von einem Hof aus Irland. Außerdem hat die Mitarbeiterin der Fleischtheke darauf hingewiesen, dass die Auswahl bei den abgepackten Produkten deutlich größer wäre.


Rewe Rüdesheim an der Nahe

Die Fleischtheke im Rewe ist ziemlich lang und gut bestückt. Kunden finden eine große Auswahl an verschiedenen Fleischsorten. Was an vielen Produkten eher fehlt sind Schilder, auf welchen der Haltungsstandart gezeigt wird. Zwar sind diese Schilder an etwa 5 Produkten angegeben und zeigen Haltungsstandart 3 bis 4, die meisten Produkte sind allerdings unbeschildert. Auf Nachfrage kam heraus, dass diese Produkte alle Haltungsstandart 1 oder 2 haben. Produkte aus Deutschland wurden überhaupt nicht beschildert, nur den Produkten aus Frankreich konnte man entnehmen, welcher Haltungsstandart vorliegt.



Stadtteilfest Pariser Viertel

Am 15. Juli 2023 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach am Stadtteilfest im Pariser Viertel.

Am dort aufgebauten Infostand wurden die Interessierten über das Thema Zigarettenkippen auf dem Boden informiert.

(Mehr informationen : https://www.greenpeace-badkreuznach.de/kippensammeln2023)

Wer etwas Gutes tun wollte, hatte die Möglichkeit sowohl eine Petition zum Tiefseeschutz, als auch eine Petition für mehr Tierwohl zu unterzeichnen.

Für die Kinder wurde Dosenwerfen angeboten, was gut genutzt wurde.


Baumschutzsatzung

Am Freitag, den 30. Juni 2023 ist in Bad Kreuznach endlich eine Baumschutzsatzung verabschiedet worden. Mit dabei  Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach und weiteren Organisationen.

Doch der Reihe nach. Das Thema Baumschutzsatzung beschäftigt den Stadtrat bereits seit Jahren. Mehrere Anläufe waren in der Vergangenheit gescheitert. Der aktuelle Entwurf sah einen Schutz für Bäume mit einem Stammumfang von 1,20 Meter vor. Dieser Umfang ist viel zu hoch, so die einhellige Meinung der Greenpeace Gruppe. Ein Umfang von 1,20 Meter haben nur sehr wenige Bäume, so dass die Baumschutzsatzung nahezu wirkungslos verpuffen würde.

Viel besser ist der in einer Petition geforderte Schutz für Bäume, bereits ab 80 cm Umfang. Diese Petition wurde auch von Greenpeace Bad Kreuznach unterstützt.

Nach langer Diskussion im Stadtrat standen letztlich 3 Entwürfe für eine Baumschutzsatzung zur Abstimmung, für 1,20 Meter, für 1 Meter und für 80 cm Umfang. Mit breiter Mehrheit wurde letztlich der mittleren Variante von 1 Meter zugestimmt. Ein Teilerfolg für die Mitglieder, die sehr schlechte Lösung konnte verhindert werden. Nun geht es um die Umsetzung der Satzung. Greenpeace Bad Kreuznach wird auch diese kritisch begleiten.


Weidehaltung

Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach demonstrierten am 3. Juni 2023 vorm REWE Markt (Mannheimerstraße) für eine artgerechte Haltung von Milchkühen auf der Weide. Mit einer zwei Meter hohen Milchtüte informierten sie über die Folgen der Milchproduktion bekannter Hersteller wie Bärenmarke, Landliebe und Weihenstephan für Kühe, Artenvielfalt und Klima. Kühe sind eigentlich Weidetiere, die im Stall nicht ihrem natürlichen Verhalten gemäß leben können. Eine Greenpeace-Abfrage zeigt jedoch, dass nur wenige der großen Molkereien in Deutschland Milch aus Weidehaltung oder von Milchbetrieben vertreiben, die auf für Kühe schmerzhafte ganzjährige oder saisonale Anbindehaltung verzichten. Befragt wurden bundesweit 19 Molkereien, die zusammen zwei Drittel der hierzulande produzierten Milch verarbeiten. Anders als bei Bio- oder Weidemilch bieten viele dieser Molkereien so gut wie keine Zusatzleistungen, etwa bei Tierwohl und fairen Preisen für die Milchwirtschaft. Hinter ihren PR-Märchen verstecken Marken wie Bärenmarke, Landliebe oder Weihenstephan, dass es den Kühen meist ziemlich dreckig geht. Die Molkereien sollen ihr Sortiment zeitnah auf Milch aus Weidehaltung umstellen.

Lediglich die Molkereien Hamfelder Hof (100 Prozent) und Andechser (85 Prozent) vertreiben mindestens überwiegend Milch aus Weidehaltung. Abgefragt wurde auch, ob Zuschläge für Weide- bzw. Biomilch bezahlt werden. Kühe auf der Weide zu halten, wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Tiere aus. Weidekühe können zudem zum Klimaschutz beitragen. Laut Thünen-Institut speichert beweidetes Grünland 30 bis 40 Prozent mehr klimawirksamen Kohlenstoff im Boden als Ackerpflanzen. Derzeit haben in Deutschland laut Statistischem Bundesamt jedoch nur noch 31 Prozent der Rinder Weidegang.

Greenpeace-Ratgeber schafft Transparenz bei Milch-Siegeln

Einige der bekanntesten Molkereien wie Landliebe, Weihenstephan und Frischli wollten keine Angaben machen und sind daher auf den letzten Plätzen gelandet. Bei Ehrmann, Hochwald (Bärenmarke) und Bauer ist der Milchanteil von Kühen aus Weidehaltung nur sehr gering. Kühe auf der Weide zu halten, kostet die Landwirtschaft Geld und muss von den Molkereien anständig bezahlt werden. Davon profitieren Kühe, Biodiversität und Klima. Langfristig sollten in Deutschland nur so viele Kühe gehalten werden, wie auf der Weide ernährt werden können.

Pflanzliche Drinks wie Hafermilch sind klimaschonende und günstige Alternativen. Wer dennoch Kuhmilch trinkt, sollte auf Bio-Qualität und Weidehaltung achten. Welche Milch von Kühen aus guter Haltung mit ausreichend Bewegung, Weidezugang und grasbasiertem Futter stammt, zeigt ein Einkaufsratgeber, der einen Überblick über die verschiedenen Standards von Milch-Siegeln gibt.


Firmenlauf

Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach beteiligten sich am 25. Mai 2023 am traditionellen Bad Kreuznacher Firmenlauf.

Auch wenn es die Läufer letztendlich nicht auf das Siegertreppchen geschafft haben, so hatten doch alle ihre Freude dabei zu sein.

Für Aufsehen sorgte dabei eine große Eistüte, welche die Läufer mit sich führten.

Symbolisierte die darin enthaltene schmelzende Erd(eis)kugel doch, dass es 2 vor 12 ist, um etwas für das Klima auf unserem Planeten zu tun.


Denn, es ist mittlerweile sehr deutlich, dass uns die Klimakrise bereits mit voller Wucht trifft. Wetterextreme können überall und jederzeit auftauchen. Mit Starkregen, heftigem Unwetter und Hagelkörnern groß wie Tennisbälle ereigneten sich bereits Stürme und Flutkatastrophen in vielen Ländern in Europa und der ganzen Welt.


Diese Wetterextreme häufen sich, treten immer heftiger und mit kürzeren Abständen auf. Wissenschaft und Forschung zeigen: Die Wetterextreme hängen zusammen, ihr gemeinsamer Nenner ist die Klimakrise. Die damit verbundene Erderwärmung lähmt unser Wetter und führt auch dazu, dass sich Wetterlagen immer länger über einer Region halten.


Greencamp 2023

Vom 5. bis 7. Mai 2023 fand das Greencamp am Werbellinsee statt.

Auch Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach konnten teilnehmen.


Eine Teilnehmerin berichtet:


Das Greencamp 2023 am Werbellinsee bei Berlin war ein echtes Highlight, gerade für uns Neue. Wir waren mit immerhin fünf Leuten aus Ortsgruppe Kreuznach gut vertreten: Karla, Sabine und Manfred, Helene und Fabian sind mitgefahren. Bis auf Fabian haben wir alle zum ersten Mal an einem Greencamp teilgenommen und waren sehr gespannt auf das Event. Wir wurden nicht enttäuscht!

Los ging's am Freitagmorgen mit dem Zug von Gensingen bzw. Kreuznach aus. Und, wer hätte das gedacht, der Zug war pünktlich! Auch auf der Rückfahrt keinerlei Kapriolen, Verspätungen, Ausfälle. Die Zeit verging im Fluge, wir haben . The Game* gespielt, uns unterhalten, gelesen - und wieder mal gedacht, Zugfahren ist eine gute Sache (wenn nicht gerade ein feuchtfröhlicher, lautstarker Betriebsausflug im selben Abteil stattfindet, was zum Glück nur auf der Hinreise der Fall war).

Der Transfer von Eberswalde zum Tagungsort, dem Seezeit-Resort direkt am Werbellinsee, mit einem Bus-Shuttle-Service klappte auch ganz gut. Als wir ankamen, waren wir beeindruckt vom Gelände. Es war großzügig angelegt und sehr grün. Sabine, Manfred und Helene checkten in einem Dreibettzimmer ein, Karla und Fabian jeweils mit Greenpeace-Mitgliedern aus anderen Gruppen. Ein toller Ort, den Greenpeace sich da ausgeguckt hat, fanden wir alle. Es waren immerhin fast 600 Leute, die zu diesem Greencamp zusammenkamen. Das Areal war ideal für so eine große Gruppe, und die Versorgungslogistik war wirklich gut auf so viele Menschen eingestellt. Da gab es nichts zu beanstanden, auch am Essen nicht, das vegan war, keine Gourmetküche, aber ganz ok. Jedes Mitglied von Greenpeace muss sich für die Teilnahme am Camp nur mit einem geringen Selbstkostenbeitrag beteiligen; alles andere wird erstattet.

Es war wirklich so eine Art Kurzurlaub mit tollen Leuten, die so (ähnlich) ticken wie man selbst, mit inspirierendem geistigen Input, neuen Bekanntschaften und Erfahrungen sowie einem kurzweiligen Programm, das uns dann doch für das leider eher schlechte Wetter voll entschädigte.

Das offizielle Programm startete mit einem zweistündigen Begrüßungsplenum, auf dem sich die großenteils neue Geschäftsführung, Leute vom Vorstand und einige der hauptamtlich Beschäftigten vorstellten. Die Menschen hinter den Angeboten aus der Hamburger Zentrale einmal live zu sehen, war sehr interessant. Wir als ehrenamtliche Basis fühlten uns einbezogen und gehört, als es darum ging, dass jede einzelne teilnehmende Person sich zur Ausrichtung der zukünftigen Greenpeace-Aktivitäten positionieren konnte: Wollt ihr mehr international/global wirkende Aktionen oder mehr auf Deutschland bezogene? - ,Sollen die Aktionen radikaler sein oder eher nicht? usw. Wir konnten jeweils mit eher nicht oder eher doch" antworten. indem wir uns im Raum verteilten, mal nach rechts, mal nach links gingen.

Nach dem Abendessen gab es in der Disco eine Kleidertauschparty, wo Sabine und ich tatsächlich erfolgreich 'shoppen" waren. Die Mainzer Ortsgruppe werden wir übrigens wohl unterstützen, wenn sie im Juli auch so eine Kleidertauschbörse organisiert, wie wir im persönlichen Gespräch mit zwei Menschen aus Mainz schon mal signalisiert haben.

Auch mit den in Kaiserslautern Aktiven haben wir gesprochen: sie wünschen sich mehr

Kooperation mit uns Kreuznacher Leuten, aber das nur am Rande. Im Greencamp wurde im Anschluss an die Kleidertauschparty im Kino noch „Bigger Than Us* gezeigt, ein Dokumentarfilm über junge Aktivistinnen weltweit. Parallel lief eine Fotoshow über das bayerische Alpenvorland von Bernd Rommelt. Die haben wir uns angeschaut und waren fasziniert von diesen fotografierten Naturschauspielen vor der Haustur, Man fühlte sich wirklich ermuntert, in Bayern statt in Kanada Urlaub zu machen, und wir waren uns einig, dass wir diese Show für Greenpeace gerne nach Kreuznach oder Bad Münster holen würden.

Am Samstag gab es dann den Workshop-Marathon. Bei schönstem Regenwetter verpassten wir draußen ja nichts, so dass wir uns vor- und nachmittags aus insgesamt über dreißig Angeboten passende Themen aussuchen konnten. Sabine, Manfred und Helene informierten sich über die Agrarwende-Kampagne 2023, die sich mit Umwelt- und Tierschutzproblemen bei der Milchviehhaltung befasst, weshalb wir uns für den kommenden GAT zum Thema Milch jetzt gut gerüstet fühlen. Auch wurde bei uns persönlich der Impuls, doch wirklich (öfter) auf Milchprodukte zu verzichten, nochmal sehr verstärkt, - Mindestens um siebzig Prozent (oder auf 70%?) sollte der Milchkonsum in Deutschland sinken, und die Kühe müssen an die frische Luft, unbedingt

Karla und Fabian besuchten den Workshop zum Thema .Impact Investment - Grüne Finanzen - Greenwashing - globale Finanzmärkte*, der auch sehr spannend und gut besucht war. Möglichst nachhaltige Geldanlagen wurden hier empfohlen, anstatt das Geld, das vielleicht übrig ist, einfach so auf dem Konto liegen zu lassen. Weitere Workshops, an denen wir teilnahmen, kreisten um Klimagerechtigkeit, Plastikmüllvermeidung und den nötigen großen wirtschaftlichen System Change*. Ob De-growth hier das Lösungskonzept sein kann? - Die neue Greenpeace-Geschäftsführerin Wirtschaft und Gesellschaft, Nina

Treu, meint, ja, aber wie genau, das bleibt die Frage.

Überwiegend waren die Menschen, die die Workshops leiteten, sehr kundig, sodass wir uns wirklich 'fortgebildet fühlten, alles sehr inspirierend, genügend Anregungen zum Denken in der nächsten Zeit und viel Motivation, sich weiter bei Greenpeace zu engagieren und auch die Konsumwende im eigenen persönlichen Leben voranzubringen.

Nach so viel Input gab es erst einmal eine vegane Tortenschlacht, gefolgt von Zeit für Sport und Spiel oder einfaches Nichtstun und Ausruhen. Um acht Uhr abends startete dann der ZukunftsTALK. Wir dachten schon, es reicht so langsam mit dem Input, aber der Talk gestaltete sich dann als eine Reihe von methodisch ausgefeilten und dadurch sehr knackigen, kurzweiligen Dialogrunden in Kleingruppen, u.a. mit den Leuten aus der Geschäftsführung, die doch noch sehr inspirierend waren. Es ging hier um nichts weniger als die Frage, wie Greenpeace sich in Zukunft positionieren und inhaltlich ausrichten soll und welche Aktionsformen dafür gewählt werden sollten. Viele spannende Aspekte kamen zur Sprache, u.a. soll Greenpeace inklusiver und diverser werden, globale Vernetzungen bei den Umweltthemen adressieren, soziale Zusammenhänge stärker in den Blick nehmen, mit anderen Gruppen wie Fridays for Future kooperieren, sie ggf. sogar unterstützen (auch mit Geld) - und und und.

Der letzte Programmpunkt an diesem ereignisreichen Tag war die Party ab zehn Uhr.

Unter dem Motto Erlebe dein blaues Wunder tanzten wir doch tatsächlich noch ab, blau gewandet und z. T. auch verkleidet als Eisbär, Krake oder Matrose. Gefeiert wurde das neue Hochseeschutzabkommen, auf das sich die Vereinten Nationen in diesem Jahr geeinigt haben. Wir waren erfreut, dass der DJ es schaffte, musikmäßig Altere wie Junge gleichermaßen zum Tanzen zu animieren. Eine schöne Party, die lange dauerte - und das, obwohl es am Sonntagmorgen mit Bussen nach Berlin ging, wo wir uns vor dem Kanzleramt zu einem Fotoshooting der besonderen Art zusammenfanden: Mit über 400 Menschen, die alle blau gekleidet waren, bildeten wir fürs Foto ein symbolisches Meer, auf dem das Abbild einer überdimensionierten Flaschenpost voller Plastikmüll schwimmt. An die Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) richteten wir die Forderung "Stopp die

Plastikflut - Für ein starkes UN-Plastikabkommen|", Anlass für die Aktion ist die zweite UN-Verhandlungsrunde vom 28. Mai - 2. Juni in Paris: Lemke soll sich hier für ein starkes globales Abkommen einsetzen. Wir aus der Kreuznacher Greenpeace-Gruppe waren uns einig, dass wir gerne weitere Aktionen zum Thema Plastikmüll machen wollen, In den Körper eines jeden Menschen gelangen fünf Gramm Plastik täglich, so viel wie eine Scheckkarte. Es geht zwar auch um die Plastikvermeidung im individuellen Konsum, aber, wie uns teils gar nicht so bewusst war, noch wichtiger ist es, dass die Politik der Industrie hier Einhalt gebieten muss. Diese setzt nämlich unmäßig viel Energie dafür ein, Plastikverpackungen zu produzieren, während wir zu Hause zum Energiesparen beim

Heizen und Kaltduschen aufgefordert werden.

Und - was haben wir mit nach Hause genommen? Neben vielen Eindrücken, guten Begegnungen und inspirierenden neuen Ideen auch noch jede Person ein Brot, das aus den Resten der Mehlaktion gebacken war, an der sich auch Greenpeace Kreuznach mit Weihnachtsplätzchenbacken beteiligt hatte. Eingepackt war das Brot in einem Brotbeutel mit Greenpeace-Logo und dem weisen Spruch: „Essen ist politisch". Einige nahmen auch T-Shirts und Hoodies mit nach Hause, die sie an der Siebdruckstation mit dem Greenpeace-Logo verzieren konnten - oder mit Statements wie „Planet Earth First" oder

"Fossilfree for Peace". Sabine und Karla haben auch noch das „Klimadiamanten*-Spiel zum Testen mitgenommen. Es ist ein Gruppenspiel zur Stärkung der individuellen und kollektiven Resilienz im Kampf gegen Umweltverschmutzung, Artensterben und Klimawandel. Sabine und Karla sind begeistert von dem Spiel, das noch in der Erprobungsphase ist und das wir unbedingt einmal mit der Kreuznacher Gruppe spielen wollen, vor August noch (bis dahin sollten die Rückmeldungen bei Greenpeace Hamburg eingegangen sein).


Solarparty

Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach organisierten am 7. Mai 2023 gemeinsam mit Solarbotschafter Bernhard Dax eine Solarparty im Bad Kreuznacher Stadtteil Bosenheim.

Während der Infoveranstaltung konnte man vieles über Dachphotovoltaik- und Stecker-PV-Anlagen für den Balkon erfahren und lernen wie man eigene Solaranlage nutzen kann, um die eigene Stromrechnung zu senken und die Energiewende voranzubringen.

Erfahrungen wurden ausgetauscht und knifflige Fragen geklärt.



Zukunftstag 2023

Am 22. April 2023 fand der erste Zukunftstag in Bad Kreuznach statt.

Für die örtliche Greenpeace Gruppe drehte sich an diesem Tag alles um die Zahl 5,4 Billionen.

Denn dies ist die Anzahl der jährlich, auf der Erde, gerauchten Zigaretten.

Aneinandergereiht würden diese jeden Tag eine Länge von 6x um die Erde erreichen.


Eine einzelne Zigarette benötigt 400 Jahre bis sie abgebaut ist.

Kleinkinder können an einer verschluckten Kippe sterben.

2,6mg an Nikotin, Schwermetallen, Arsen, Kadmium und Quecksilber sind in einer Zigarette.

Eine einzelne hat damit das Potenzial 60 Liter Wasser zu verseuchen.

Schaut man sich auf der Straße um, so liegen doch eine Menge Zigaretten rum, obwohl es doch überall auch Mülleimer gibt.


Greenpeace Bad Kreuznach möchte dafür sensibilisieren, dass es sich bei Kippen um Restmüll handelt, der auch nur dort entsorgt werden sollte.


Greenwashing Deutsche
Bank

Am 23. März 2023 beteiligte sich Greenpeace Bad Kreuznach gleich in zwei Städten an einer bundesweiten Aktion.
Im Schatten der sich anbahnenden Bankenkrise und trotz schlechter Geschäftszahlen gewährt die Deutsche-Bank-Tochter DWS ihrer Führungsetage exorbitante Boni für Greenwashing. Sowohl in Bingen als auch in Bad Kreuznach protestierte Greenpeace Bad Kreuznach an Filialen der Deutschen Bank gegen das Greenwashing der Fondstochter. Dabei wurden Aufkleber im DIN A1-Format an die Filialen geklebt. Sie zeigen die Grünfärberei der Fondsgesellschaft mit einer Waschmaschine, aus der ein DWS-Logo mit grünem Schaum ragt. Die Aufkleber sind rückstandsfrei ablösbar. Auf Handbannern wurde gefordert “Keine Boni für Greenwashing”. Dabei wurde sich auf die jüngste Greenpeace-Recherche zur entscheidenden Rolle der Vorstandsboni beim Greenwashing-Skandal der DWS bezogen. Die Deutsche-Bank-Tochter DWS präsentiert sich als vermeintlich führend bei nachhaltigen Finanzanlagen. Trotzdem investiert sie Milliardenbeträge in klimaschädliche Kohle-, Öl- und Gaskonzerne.

“Die Deutsche Bank darf die Verbrauchertäuschung ihrer Fondstochter nicht länger ignorieren. Sie muss Verantwortung übernehmen und die Missstände bei der DWS beheben”. Greenpeace fordert, die Anlagerichtlinien der Fondsgesellschaft an den Vorgaben der Pariser Klimaziele auszurichten und Vorstandsboni an glaubwürdige Nachhaltigkeitsziele zu koppeln. Im Zugzwang ist hierbei vor allem der DWS-Aufsichtsratsvorsitzende Karl von Rohr, der gleichzeitig stellvertretender Vorstandsvorsitzender beim Mutterkonzern Deutsche Bank ist.

Greenpeace-Recherche: Vergütungssystem für DWS-Chef fördert Greenwashing

Aktuell ermitteln Staatsanwaltschaft und Finanzaufsicht gegen die DWS und ihre Konzernmutter Deutsche Bank. Die ehemalige Nachhaltigkeitschefin Desiree Fixler deckte 2021 auf, dass die DWS im großen Stil Verbraucher und Verbraucherinnen mit vermeintlich nachhaltigen Investmentfonds getäuscht hatte. Die neue Greenpeace-Recherche vom 16. März zeigt, dass das Vergütungssystem für das Topmanagement der Deutsche-Bank-Tochter nicht nur maßgeblich zu diesem Skandal beigetragen hatte, sondern auch im Folgejahr noch Fehlanreize für Greenwashing bot. So verschaffte der Etikettenbetrug bei den vermeintlich nachhaltigen Fonds dem ehemaligen CEO Asoka Wöhrmann deutlich höhere Bonuszahlungen. Auch im überarbeiteten Vergütungssystem koppelt die DWS die Vorstandsboni an fragwürdige Nachhaltigkeitsziele. So zahlten beispielsweise Baumpflanzaktionen der Mitarbeiterschaft auf den Chef-Bonus ein. Bei der Bilanz des Treibhausgasausstoßes ignorierte die DWS hingegen die sogenannten finanzierten Emissionen aus Investitionen in Unternehmen.


Kippen - ein Umweltproblem

Am Samstag, den 11. März 2023, fand in der Bad Kreuznacher Innenstadt eine ungewöhnliche Sammelaktion statt: Die örtliche Greenpeace-Gruppe sammelte zwei Stunden lang weggeworfene Zigarettenkippen auf, um darauf aufmerksam zu machen, welche Menge an Kippen in dieser Zeit zusammen kommen und wie groß dieses Umweltproblem eigentlich ist.

Dabei wurden die schlimmsten Erwartungen der Sammelten übertroffen. Die Kippen lagen wirklich überall, im Park, auf dem Spielplatz, auf der Straße und im Blumenbeet.

Eine Zigarette ist in fünf Minuten geraucht und wird dann oftmals achtlos auf die Straße oder in den Gully geworfen. Kaum jemand denkt dabei an seine Mitwelt. Zigarettenstummel sehen nicht nur hässlich aus und stinken, sie belasten vor allen Dingen die Natur. Kippen verweilen in der Natur bis zu 400 Jahre! Bis eine Zigarette verrottet ist, gelangen zahllose Giftstoffe in den Boden und ins Grundwasser: Arsen, Benzol, Blei, Cadmium, Chrom, Formaldehyd usw. Jede einzelne Zigarettenkippe verseucht ca. sechzig Liter Wasser.

Weltweit sind es 5,4 Billionen Zigarettenkippen, die jährlich anfallen, allein in Deutschland weit über siebzig Milliarden. Davon landen achtzig Prozent sorglos auf dem Boden, verseuchen das Grundwasser und werden auch von Tieren gefressen, die sich daran vergiften. In den Sommermonaten können Waldbrände durch achtlos weggeworfene Kippen entstehen.

Wie entsorge ich Zigarettenstummel richtig? Sicher nicht einfach auf dem Boden, in Gullys oder Toiletten, sondern wirklich nur im Restmüll! Unterwegs kann ein kleiner Taschenaschenbecher mitgenommen werden. In diesen können Zigarettenkippen sicher verstaut und später zu Hause entsorgt werden. Alternativ ist aber auch jedes andere verschließbare Gefäß zum Transport der Stummel möglich, z. B. einfach ein kleines Marmeladenglas mit Schraubdeckel.


Klimastreik März 2023

Am Freitag, den 3.3. 2023, ab 13 Uhr, fand auch in Bad Kreuznach der globale Klimastreik statt. Die Kreuznacher Greenpeace-Gruppe beteiligte sich an dieser Demonstration, zu der Fridays for Future aufgerufen hatte und an der allein in Bad Kreuznach weit mehr als hundert Personen teilnahmen. Mit fantasievollen Plakaten und lauten Parolen ging es mitten durch die Innenstadt, und in der Fußgängerzone fand ein ´die in´ statt. Wir fordern von den Regierenden, auch von der örtlichen Stadtverwaltung, mehr Klimaschutz, weniger Kohleabbau sowie eine sofortige Verkehrswende. Darüber hinaus sind alle aufgerufen, bei der Konsumwende und der Reduktion des Fleischverzehrs mitzumachen.


Jahrestag Angriff Ukraine

Am Samstag, den 25. Februar 2023 ("fünf nach zwölf"), beteiligte sich Greenpeace Bad Kreuznach an der Kundgebung für Frieden in der Ukraine auf dem Kreuznacher Kornmarkt. Unter dem Motto „Stoppt das Töten“ hatte die lokale Initiative Netzwerk am Turm zur Teilnahme an dem bundesweiten Aktionstag aufgerufen. Ein Jahr nach dem Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine fordern wir einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen, den Rückzug des russischen Militärs aus der Ukraine und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern, um keine weitere Finanzierung des Krieges zu ermöglichen und die Klimakatastrophe abzuwenden.

Antrag im Stadtrat
gegen EU-Recht

Am Donnerstag, den 26. Januar 2023 hatte Greenpeace Bad Kreuznach zusammen mit Aktivist*innen von Fridays for Future Bad Kreuznach im Stadtrat von Bad Kreuznach demonstriert.

Hintergrund der Aktion war ein Antrag der FDP-Fraktion, der sich gegen ein geplantes EU-Gesetz zur Reduzierung von Pestiziden stellt. Dieses Gesetz sieht eine Reduktion von chemischen Pestiziden um 50 Prozent vor sowie ein Verbot des Einsatzes von Pestiziden in Naturschutzgebieten. Nach einer intensiven Debatte im Stadtrat zog die FDP-Fraktion mangels Unterstützung ihren Antrag letztlich zurück.


Als Greenpeace Bad Kreuznach begrüßen wir ausdrücklich die geplante Reduktion von Pestiziden. Wir haben bereits einen dramatischen Rückgang von Insekten mit rund 70 Prozent. Ein weiter so wie bisher würde zu einer ökologischen Krise und zu einer Ernährungskrise führen, deren Folgen unabsehbar sind. Umgekehrt fordern wir natürlich eine angemessene Entschädigung für betroffene Landwirte sowie eine darüber hinausgehende Förderung der Ökologischen Landwirtschaft. Eine intakte Natur ist keine Frage des Wollens, sondern des Müssens.

The North Drift

In Zusammenarbeit mit der Naturstation Nahe präsentierte Greenpeace Bad Kreuznach am 23. Januar 2023 den Film „The North Drift“ im Kammermusiksaal Bad Münster.

Etwa 80 Gäste nahmen teil.


The North Drift – Plastik in Strömen ist ein Film von Steffen Krones.

Nachdem er an der Küste einer fast unzugänglichen Lofoteninsel im Nordpolarmeer eine deutsche Bierflasche findet und sich wundert, wie diese dorthin kommt, beschließt er zurück in seiner Heimatstadt, der Sache auf den Grund zu gehen.

Zusammen mit seinem Freund und Nachbarn, beginnt er mit dem Bau von GPS-Bojen, die er in die Elbe wirft und sie auf ihrem Weg bis in die Nordsee begleitet. Mit seiner Arbeit sollen Touristen animiert werden, die Schönheit der Natur zu schätzen und ihnen den Einfluss des Konsumverhaltens des Menschen auf diese entferne Region aufzuzeigen.



Mehrwegtest

Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach haben bei der Aktion „Deutschland macht den Mehrwegtest" mitgemacht. Hintergrund ist die neue EU Verordnung, die besagt, dass Restaurants und Cafés die Essen für unterwegs verkaufen, ab dem 01. Januar 2023 dazu verpflichtet sind, Lebensmittel auch in Mehrwegverpackungen anzubieten.


Das Ergebnis in Bad Kreuznach war ernüchternd. So hatten z. B. das Schnellrestaurants Burger King in der Industriestraße 39, Bad Kreuznach und McDonalds im Schwabenheimer Weg 68 gar keine Mehrwegbehältnisse. Die McDonalds-Filiale am Bahnhof Bad Kreuznach hatte lediglich Mehrweg-Trinkbehälter, die jedoch erst auf gezielte Anfrage angeboten wurden. Letztendlich konnte keines der 7 von uns getesteten Restaurants die EU-Anforderungen vollumfänglich erfüllen. Dazu kommt, dass die meisten Mitarbeiter in den Restaurants nichts von der Verordnung wussten. Ein leider erschreckendes Ergebnis.