Greenpeace Bad Kreuznach

Tiefseebergbau / Stadtteilfest

Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach nahmen am 6. Juli 2024 am Stadtteilfest des Pariser Viertels teil.

Dieses Mal informierte die Gruppe über das eine Woche später stattfindende Treffen der Internationalen Meeresbodenhörde (ISA) auf Jamaika, dabei ruft Greenpeace weltweit zum Protest gegen den Tiefseebergbau auf. Bei der Versammlung wird erneut um ein einheitliches Regelwerk für den Rohstoffabbau am Meeresgrund gestritten. Ebenso steht das Moratorium für den Tiefseebergbau auf der Agenda, welches bereits 24 Staaten fordern.

Daher beteiligte sich Greenpeace Bad Kreuznach an einer Mal-Aktion in über 40 deutschen Städten und fordert die Umweltministerin Steffi Lemke (Bündnis 90 / Die Grünen) auf, sich stärker für den Schutz der Tiefsee einzusetzen.

Es war möglich, gemeinsam Tiefseekraken, Tiefseekrebse oder andere Meerestiere auf dutzende von Steinen zu malen. Alle bemalten Steine sollen einen großen Oktopus-Garten formen. Die Steine stehen symbolisch für Manganknollen, die für Kraken und ihre Artgenossen überlebenswichtig sind. Internationale Wirtschaftsunternehmen planen, diese Manganknollen und andere Metalle in der Tiefsee mit schweren Maschinen abzubauen. Als erstes Land der Welt treibt Norwegen den Tiefseebergbau voran. Die Abbaulizenzen sollen schon nächstes Jahr vergeben werden. Die Folgen für das maritime Ökosystem wären verheerend.

Die Malaktion machte auf die Bedrohung der Tiefsee mit ihrer Artenvielfalt aufmerksam. Die Tiefsee ist der größte und letzte unberührte Lebensraum der Erde.

Ab dem 15. Juli tagt die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA), an der auch Deutschland teilnimmt. Die Bundesregierung muss sich hier deutlich für ein langfristiges Moratorium einsetzen und weitere Staaten davon überzeugen, die Tiefsee vor dem Raubbau zu bewahren.